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	<title>DenkReiz &#187; Hausdurchsuchung</title>
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	<description>Politisches Blog über Deutschland, Europa und die Welt</description>
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		<title>Fundstücke</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 00:40:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FB</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Noch-Verteidigungsminister Jung besetzt Richteramt nach Gutdünken. Beim Gericht handelt es sich um den Wehrdienstsenat in Leipzig, der sich mit Bundeswehr-Angelegenheiten befasst. Jung passte der ursprünglich bestimmte Kandidat nicht, schmiss ihn kurzerhand aus dem Rennen und setzte dem Gericht seinen eigenen Kandidaten vor. Anscheinend will er nicht nur von Krieg nichts wissen und sabbelt von &#8220;Stabilisierungseinsatz&#8221;, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch-Verteidigungsminister <a href="http://www.fr-online.de/_em_cms/_globals/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1991870&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=/in_und_ausland/politik/meinung/&amp;em_ivw=fr_meinung">Jung besetzt Richteramt nach Gutdünken</a>. Beim Gericht handelt es sich um den Wehrdienstsenat in Leipzig, der sich mit Bundeswehr-Angelegenheiten befasst. Jung passte der ursprünglich bestimmte Kandidat nicht, schmiss ihn kurzerhand aus dem Rennen und setzte dem Gericht seinen eigenen Kandidaten vor. Anscheinend will er nicht nur von Krieg nichts wissen und sabbelt von &#8220;Stabilisierungseinsatz&#8221;, sondern hat von Gewaltenteilung auch noch nie was gehört. Ein lupenreiner Demokrat, würde ich sagen.</p>
<p><a href="http://www.daten-speicherung.de/index.php/bundesinnenministerium-plant-hochgeruesteten-sicherheitstaat/">Schäubles Wunschliste</a> kann man nun nachlesen. Da wären der Stasi die Hosen feucht geworden. Um nur mal ein paar &#8220;Goodies&#8221; zu nennen:</p>
<ul>
<li>Anbringen von Kameras in der Wohnung von Verdächtigen &#8211; Der passende Große Spähangriff zum Großen Lauschangriff.</li>
<li>DNA-Probe von allen erkennungsdienstlich behandelten &#8211; das wäre auch bei Verkehrskontrollen.</li>
<li>Betreten jeder Wohnung ohne Kenntnis des Inhabers, um Bundestrojaner zu installieren.</li>
<li>Bundeswehr im Inneren</li>
</ul>
<p>Es gibt da noch viel mehr zu entdecken&#8230; am besten nüchtern draufklicken, sonst kommt&#8217;s einem hoch.</p>
<p>Was sich politisch auf dem europäischen Arbeitsmarkt so tut, könnt ihr <a href="http://www.blaetter.de/artikel.php?pr=3191">hier</a> nachlesen. Um nur mal das Herkunftslandprinzip herauszuheben: In jedem Land in Europa existieren (seit 2006) 27 Rechtsordnungen. Das liegt daran, dass jeder, egal wo er in Europa arbeitet, dies nach den Gesetzen seines Heimatlandes tun kann. Bis Ende 2009 muss jedes Land die Bolkestein- bzw. Dienstleistungsrichtlinie in nationale Gesetzgebung umsetzen. Dort drin befindet sich genau jener Passus (der sich übrigens auch im Vertrag von Lissabon verklausuliert findet). Als um 2005 herum die Arbeitnehmer Wind von der Sache bekamen, gab es riesige Proteste, die dann einerseits zur Verbesserung der Richtlinie führten (allerdings nicht das Herkunftslandprinzip wirklich kürzten), andererseits auch die Verfassungsreferenden in Frankreich und den Niederlanden negativ ausgehen ließen. Für Leute, die sich für die die kommunikationspolitischen Hintergründe interessieren, habe ich mal meine <a href="http://denkreiz.de/wp-content/uploads/Seminararbeit_EU_Transparenz_Kommunikation.pdf">Seminararbeit</a> hochgeladen. Wer sich eher für die rechtliche Seite interessiert, möge sich die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qWZbEKjcd1M">Rede von Herrn Schachtschneider</a> anhören.</p>
<p>Dass die Nutzung von Medikamenten Erreger nach einiger Zeit immun machen, ist jedem bekannt. Bei <a href="http://www.wired.com/wiredscience/2009/09/drug-resistant-influenza/">Tamiflu</a> wird die Immunisierung allerdings noch gehörig beschleunigt: Da es nicht abbaubar ist, gelangt es über&#8217;s Abwasser in die Flüsse, wo sich dann wiederum Erreger immunisieren können. Vögel und andere Tiere trinken dann dieses Wasser und übertragen H1N1 dann auf den Menschen. Klingt nach vielen Ecken, ist laut den Wissenschaftlern aber gar nicht so unwahrscheinlich, v.a. wenn Tamiflu bald flächendeckend eingesetzt wird.</p>
<p>Noch was zum <a href="http://www.woz.ch/dossier/Kapitalismus/18312.html">Hochsteuerland bzw. Steuerparadies Deutschland</a>. Wer lohnabhängig ist, hat hierzulande verschissen. Der Rest lässt es sich auf Kosten des Pöbels gutgehen. Der Artikel beschreibt auch die Verelendung, die mit der Agenda 2010 angestoßen wurde. Jetzt mit Schwarz-Gelb und der Finanzkrise könnte der Todesstoß für die sozialen Sicherungssysteme kommen. Die Wahlkampfspenden und Forderungskataloge der Arbeitgeber deuten schon darauf hin. Würde Schwarz-Gelb zwar möglicherweise 2013 die Regierung kosten, aber was tut man nicht alles für gute Freunde.</p>
<p>Das <a href="http://terrorexperte.blogspot.com/2009/09/aus-den-fehlern-gelernt-fbi-prapariert.html">FBI hatte die Attentäter des WTC Bombing 1993 unterwandert</a> &#8211; und tat trotz der Informationen über konkrete Pläne nichts, um sie zu verhindern. Ausrede mal wieder: Inkompetenz. Na, das kennen wir ja schon von 9/11.</p>
<p>Diesmal recht gut belegt: <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1920852_Skandaloese-Hinrichtung-Fatale-Fehler-der-Sachverstaendigen.html">Todesstrafe</a> trifft manchmal die falschen. Ob die Richter da jemals belangt werden?</p>
<p>Ein kleiner Ausschnitt der Außenpolitik, die wir von der FDP erwarten dürfen: Die FDP-nahe <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Honduras-FDP;art123,2872372?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT">Friedrich-Naumann-Stiftung findet den Putsch in Honduras gut</a>. Menschenrechte sind ihr dagegen wohl <a href="http://www.radio-utopie.de/2009/08/22/verletzungen-der-menschenrechte-in-honduras-offiziell/#more-5271">nicht so wichtig</a>. Ist natürlich schon kriminell, wenn ein Präsident sein Volk befragt. Dann schon lieber die europäische Methode: Selbst bei Verfassungsänderung nicht fragen oder so lange fragen, bis das Volk endlich &#8220;Ja&#8221; sagt.</p>
<p>So geht die Pharmamafia vor: <a href="http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/pharmakonzern-pfizer-zahlt-75-millionen-entschaedigung">Pfizer hat Menschen als Versuchskaninchen zum Testen von Medikamenten benutzt</a>. Dabei starben 11 von 200 Kindern. Den Eltern wurde dann gesagt, es wäre an anderen Dingen gelegen. Vor kurzem kam es dann raus &#8211; jetzt müssen sie 75 Millionen Dollar Entschädigung zahlen. Merkt euch das schon mal für die Schweinegrippe. In den USA haben sie schon die Konsequenzen gezogen: Jegliche Nebenwirkungen von Schweinegrippe-Impfungen sind in den USA straffrei. Da fühlt man sich gleich richtig sicher.</p>
<p><a href="http://www.bernerzeitung.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Zig-Milliarden-Staatshilfe-landeten-im-Portemonnaie-der-Banker/story/29578563">Ein Fünftel der US-Bankenhilfen landete in den Taschen der Manager</a>. Man weiß gar nicht, was einen mehr ärgern soll &#8211; die schamlose Selbstbedienungsmentalität oder das phlegmatische Schweigen der Steuerzahler. Gegen den wuchernden und mittlerweile parasitären Finanzmarktsektor wird nichts getan, insofern dürfen sich die Bankster bestätigt fühlen. <a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/79/482534/text/">Prantl hat das vor 2 Monaten schon begriffen</a>. Mal schaun, ob es der deutsche Michel vor der nächsten Krise checkt.</p>
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		<title>NPD-Funktionär will Ausländer &#8220;rückführen&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 17:48:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[NPD]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Hausdurchsuchung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Schlagzeile dürfte den meisten bekannt sein, mittlerweile ermittelt auch die Staatsanwaltschaft gegen den NPDler Hähnel, der an verschiedene Abgeordnete Briefe geschickt hatte, die mit einer Ausländerrückführung und Ausgliederung aus dem Sozialsystem drohten.</p>
<p>Hier handelt es sich um eine NPD-typische Wahlkampftaktik, die eigentlich keines Kommentars bedarf. Solche Hetze aber in Briefform direkt den ungewünschten Personen zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Landespolitik-Rechtsextremismus-NPD;art124,2905412">Schlagzeile</a> dürfte den meisten bekannt sein, mittlerweile ermittelt auch die Staatsanwaltschaft gegen den NPDler Hähnel, der an verschiedene Abgeordnete Briefe geschickt hatte, die mit einer Ausländerrückführung und Ausgliederung aus dem Sozialsystem drohten.</p>
<p>Hier handelt es sich um eine NPD-typische Wahlkampftaktik, die eigentlich keines Kommentars bedarf. Solche Hetze aber in Briefform direkt den ungewünschten Personen zu übermitteln, hat aber schon eine neue Qualität. Die rechtliche Lage ist mir auch nicht ganz klar. Und mir fiel beim Stöbern grade eine Zeile im <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Rechtsextremismus-NPD;art126,2906684">Tagesspiegel</a> auf, die mir ziemlich aufstößt:</p>
<blockquote><p>Innensenator Ehrhart Körting nannte zuvor die Durchsuchung &#8220;gut für die politische Hygiene&#8221;. Der Rechtsstaat habe unverzüglich reagiert. &#8220;Volksverhetzung lassen wir nicht zu&#8221;, sagte der Innensenator dem Tagesspiegel.</p></blockquote>
<p><span id="more-96"></span>Es ist gerade der Begriff &#8220;politische Hygiene&#8221;, den ich hier seltsam finde. An der Verwerflichkeit der Tat Hähnels gibt es auch in meinen Augen nichts zu rütteln, aber eine solche Vokabel aus dem Mund eines SPD-Senators verwundert mich doch. Er tut gerade so, als könne man unsinnige und ungeliebte politische Auffassungen und Gegner mit einer Küchenrolle vom Tisch fegen und die Gesellschaft durch Hausdurchsuchungen ähnlich einer Klospülung von der braunen Suppe befreien. Ich frage mich auch, weswegen bei Hähnel eine Hausdurchsuchung stattfand, wenn doch das illustre Schreiben zahlreichen Abgeordneten vorliegt. Die Häme, die aus Körtings Worten spricht, entsetzt mich trotz der Widerlichkeit des Ziels doch ein wenig. In meinen Augen überfährt Körting mit seinem Friedenspanzer da gewisse Grenzen, sowohl was seine geistige Haltung angeht als auch bei seinem leichtfertigen Überschreiten der Unschuldsvermutung.</p>
<p>Zweifelsohne fällt es mir schwer, von Unschuld zu sprechen, wenn eine so glasklar verwerfliche Tat vorliegt. Allerdings muss man sich vor Augen halten, dass trotz moralischer Offensichtlichkeit die rechtliche Lage sich etwas diffiziler darstellt. So besagt <a href="http://bundesrecht.juris.de/stgb/__130.html">§130 StGB (Volksverhetzung)</a> zwar, dass eine Aufforderung zu Willkürmaßnahmen gegen Ausländer strafbar ist, genauso wie das Aufstacheln, Beschimpfen, Verächtlichmachen und Verleumden, ergo ein Angriff auf die Menschenwürde. Nun stellt sich aber die Frage, ob die aufgeführten Kriterien durch die Tat im juristischen Sinne erfüllt sind. Ich habe da meine Zweifel, nicht zuletzt deswegen, weil die NPD sich bei ihren Balanceakten am Rande der Legalität auf die Beratung kundiger Rechtsanwälte verlässt. Beim jetzigen Vorkommnis handelt es sich bestimmt nicht um eine spontane Aktion, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine zuvor auch juristisch ausgelotete Unternehmung. Es ist also mitnichten davon auszugehen, dass sich die Justiz da trotz vermeintlich klarer Lage leicht tun wird. Man darf also gespannt sein.</p>
<p>Wäre ich der Staatsanwalt, so würde ich ein größeres Gewicht auf die unterschwellige Drohung liegen, die in den Briefen transportiert wird. Möglicherweise steckt das aus juristischer Sicht schon im Volksverhetzungsparagraph, aber für meinen Geschmack zielt der in eine andere Richtung. Da ich den Inhalt des Briefes nicht kenne, sondern nur die kolportierten kurzen Zitate, kann ich auch schwer sagen, ob es sich nun um eine rechtlich relevante Drohung handelt. Diesbezüglich finde ich es schade, dass der Briefinhalt nicht vollumfänglich einsehbar ist. Mein Bedauern hält sich allerdings in Grenzen, nachdem ich <a href="http://www.npd.de/html/714/artikel/detail/1007/">Hähnels Erklärung</a> durchgelesen habe. Ein Auszug:</p>
<blockquote><p>Die NPD wendet sich eben nicht nur gegen die Überfremdung unseres Landes, sondern auch gegen die schleichende politische Machtübernahme durch sogenannte „Migranten“. Deshalb wurden als Multiplikatoren auch Migranten-Politiker ausgewählt. Das hat nichts mit Rassismus, sondern mit Heimatrecht zu tun, das wir für uns in Anspruch nehmen.<br />
Wir lehnen jegliche Multikulti-Abenteuer und irrsinnige Intergations-Träume entschieden ab. Das alles sind Verschleierungstaktiken, um den Bevölkerungsaustausch in Deutschland nicht allzu offensichtlich erscheinen zu lassen.</p></blockquote>
<p>Da schreit einem die Paranoia (mir fallen durchaus noch andere Wörter ein&#8230;) förmlich ins Gesicht. Ich denke, das Zeug spricht für sich selbst. In der Erklärung meint er außerdem, die Briefe wären Sarkasmus, um ein Tabuthema zum Wahlkampfthema zu machen. Mal sehen, ob der Richter diesen &#8220;Humor&#8221; teilen kann.</p>
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