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	<title>DenkReiz &#187; Terrorismus</title>
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	<description>Politisches Blog über Deutschland, Europa und die Welt</description>
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		<title>Irak-Veteran: Wikileaks zeigt den Alltag im Irak</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 16:58:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Das Wikileaks-Video, in dem mehrere Zivilisten und Journalisten von einem Apache dahingemetzelt werden, auf Babys geschossen und eine Leiche absichtlich überfahren wird, zeigt laut einem Soldaten der selben Kompanie nur den Alltag im Irak.</p>
<p></p>
<p>Auch das Vertuschen   von Morden an Zivilisten hat System (sog. &#8220;Weapon Dropping&#8221;). Die  Waffenfunde bei der Gruppe, die im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.collateralmurder.com">Wikileaks-Video</a>, in dem mehrere Zivilisten und Journalisten von einem Apache dahingemetzelt werden, auf Babys geschossen und eine Leiche absichtlich überfahren wird, zeigt laut einem Soldaten der selben Kompanie nur den <a href="http://www.youtube.com/watch?v=i1-hid8JcO0">Alltag im Irak</a>.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/i1-hid8JcO0&amp;feature" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/i1-hid8JcO0&amp;feature"></embed></object></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=OwRkiOE6G38">Auch das Vertuschen   von Morden an Zivilisten hat System</a> (sog. &#8220;Weapon Dropping&#8221;). Die  Waffenfunde bei der Gruppe, die im Wikileaks-Video waffenlos zu sehen  ist, entstammen wahrscheinlich dieser Praxis.</p>
<p>Vor allem die schockierenden Kommentare der Helikopter-Crew (&#8221;Just pick up a weapon and you&#8217;re dead&#8221;, &#8220;Haha, right through the windshield&#8221; etc.), ihr Sadismus und höhnisches Gelächter sind nach den Aussagen des Veteranen absolut harmlos im Vergleich zu allem, was in der Ausbildung gelehrt wird. Das Heranzüchten von Killern scheint also zu funktionieren. Allerdings können viele doch nicht ihr Gewissen abschalten.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/cAzIgzuapMw&amp;feature" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/cAzIgzuapMw&amp;feature"></embed></object></p>
<p>Hier geht es um den Irak-Krieg und die Besatzung, doch <a href="http://www.youtube.com/results?search_query=afghanistan+civilian&amp;aq=f">glaube keiner, dass es in Afghanistan anders wäre</a>. Es ist eine Schande, dass wir unsere Soldaten gegen den Auftrag des Grundgesetzes dorthin schicken und sie solchen Gewissenskonflikten aussetzen. Denn jeder von ihnen weiß, dass Deutschland nicht am Hindukusch verteidigt wird und sie Teil einer Besatzungsarmee sind, dass sie willfährige Wasserträger der Amerikaner sind und mehr Zivilisten als Widerstandskämpfer töten. Es ist meines Erachtens die Pflicht eines jeden, für das Ende der Besatzung und des Krieges einzutreten und zwar so schnell wie möglich. 70% der Amerikaner sind dafür, die Truppen sofort heimzuholen und bei uns sind es ähnlich viele. Trotzdem spricht sich hierzulande nur eine Partei dafür aus. Ironischerweise die, die der Verfassungsschutz beobachtet. Da ruft mal wieder der Dieb &#8220;Haltet den Dieb!&#8221;.</p>
<p>Ich hoffe inständig, dass hüben wie drüben große Bewegungen entstehen, die die kriegsgeile Elite aus den Ämtern jagen. Die derzeitigen Kriege sind grundfalsch und so antidemokratisch, wie es nur geht. Es ist sowieso jetzt schon eine historische Schande, dass wir den Status Quo (Bombenregen in Jugoslawien, Besatzung in Afghanistan usw.) so lange dulden.</p>
<blockquote><p>We are told we are fighting terrorists. The real terrorist was me. And the real terrorism is this occupation. (&#8230;)</p>
<p style="text-align: left;">We need to wake up and realize that our real enemies are not in some distant land, they are not people whose name we don&#8217;t know and cultures we don&#8217;t understand. The enemy is people we know very well and we can identify. (&#8230;) Our enemy is not 5000 miles away, they are right here at home.<a href="http://www.youtube.com/watch?v=b3ZjsC3BOBE&amp;feature=related"></a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=b3ZjsC3BOBE&amp;feature=related"> <em>(Mike Prysner</em></a><em>, Iraq Veterans Against the War (IVAW))</em></p>
</blockquote>
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		<title>Die Widersprüche des Oberst Klein</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 17:03:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
		<category><![CDATA[NATO]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Es ist nicht auszuhalten, was Oberst Klein derzeit vor dem Untersuchungsausschuss fabuliert. Noch unglaublicher ist die dezente Kritik(losigkeit) der Medien, die ihm auch noch jede krude Version eines Gewissenskonfliktes glauben. Seine Befragung beweist einmal mehr: In Afghanistan treibt eine Bundeswehr ihr Unwesen, die einzig damit beschäftigt ist, sich selbst über Wasser zu halten. Eine Demokratie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nicht auszuhalten, was Oberst Klein derzeit vor dem Untersuchungsausschuss fabuliert. Noch unglaublicher ist die dezente Kritik(losigkeit) der Medien, die ihm auch noch jede krude Version eines Gewissenskonfliktes glauben. Seine Befragung beweist einmal mehr: In Afghanistan treibt eine Bundeswehr ihr Unwesen, die einzig damit beschäftigt ist, sich selbst über Wasser zu halten. Eine Demokratie gibt es nicht zu verteidigen, Schulen und Brunnen höchstens innerhalb der eigenen Lager und wer sich ansieht, wie die Opium-Ernte Jahr für Jahr schneller steigt, könnte auch auf noch unangenehmere Gedanken zum Sinn und Zweck des Einsatzes kommen.</p>
<p>Doch zurück zu Oberst Klein, der am 4. September den Befehl zum Bombardement des Tanklastzuges bei Kunduz gab. Anscheinend hat er die seitdem vergangene Zeit nicht genutzt, um sich eine stringente Version seines Kriegsverbrechens auszudenken. Denn seine Darstellungen strotzen nur so von Widersprüchen:<span id="more-168"></span></p>
<blockquote><p>Es sei unzweifelhaft gewesen, dass die Tanklaster eine akute Bedrohung für seine Soldaten, für das von ihm geleitete Provinz-Wiederaufbauteam (PRT) und für afghanische Sicherheitskräfte dargestellt hätten. Diese Gefahr habe er abwenden müssen. (<a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/905/504121/text/">SZ</a>, 24.2.10)</p></blockquote>
<p>Die Tanklaster seien eine unmittelbare Gefahr, meint er also heute. Oder doch nicht? Im selben Artikel wenige Absätze später:</p>
<blockquote><p>Konkrete Anzeichen dafür, dass die Tanklaster bald wieder flottgemacht werden könnten, gab es auch nach Kleins Einlassungen im Ausschuss nicht. Er habe jedoch nicht abschätzen können, ob die Lastwagen sich bald wieder oder überhaupt irgendwann in Bewegung setzen würden. Im Licht dieser Lagebewertung könnte der von Klein empfundene Zeitdruck eine plausible Erklärung liefern, dass Klein um 01.50 Uhr Ortszeit den Befehl gab, zwei Bomben auf die Tanklaster abzuwerfen.</p></blockquote>
<p>Abgesehen von der beinahe lustigen Kritiklosigkeit der SZ zeigt sich hier ein eklatanter Widerspruch: Es <em>kann</em> gar keine unmittelbare Gefahr oder akute Bedrohung bestanden haben, wenn gar nicht klar war, ob die Laster sich jemals wieder bewegen würden. Glaube aber keiner, dass das mit klaren Worten in irgendeiner Zeitung erwähnt würde&#8230; es ist ein Trauerspiel. Umso mehr, wenn man bei der SZ von &#8220;plausible Erklärung&#8221; liest.</p>
<p>Doch dabei bleibt es nicht. Klein und die SZ machen munter weiter mit der Märchenstunde:</p>
<blockquote><p>Im Untersuchungsbericht der Nato zu Kundus wird Klein die Verletzung von Einsatzregeln vorgeworfen. So habe er die Anforderung von Luftunterstützung mit einer unmittelbaren Bedrohung und mit Feindberührung eigener Kräfte begründet. Beides war aber nicht gegeben. Klein legte dar, dass er nur mit dieser Begründung Luftunterstützung habe bekommen können. (&#8230;) Er sage jedoch, er habe die Regeln angemessen ausgelegt. Auch den Vorwurf, er habe es abgelehnt, die Entführer der Lastwagen durch warnende Tiefflüge (show of force) zu vertreiben, wies Klein zurück. Dass Flugzeuge in der Luft waren, habe jeder hören können, auch die Menschen auf der Sandbank. Im Übrigen hätten sich Taliban auch in anderen Fällen nicht von Tiefflügen beeindrucken lassen.</p></blockquote>
<p>Im <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-677151,00.html">Spiegel</a> dazu:</p>
<blockquote><p>Klein hingegen sagte nun aus, der Vorschlag für die falsche Behauptung sei von seinem Fliegerleitoffizier gekommen.</p></blockquote>
<p>Klein meint also, er habe die Regeln mit dem Herbeilügen einer Bedrohung verletzt, um Luftunterstützung zu bekommen. Gleich danach meint er, er habe die Regeln angemessen ausgelegt. Wenn schon die Logik fehlt, so muss man doch neidlos anerkennen, dass Klein schnelle Richtungswechsel astrein beherrscht. Und natürlich war er es sowieso nicht, sondern der böse untergebene Offizier. Ein Komiker scheint auch an ihm verloren gegangen zu sein. Oder wie soll man sich seinen Verzicht auf <em>show of force</em> erklären? Er erdreistet sich, einfach auf andere Fälle zu verweisen. Es scheint ihm nicht in den Sinn zu kommen, dass es sich bei diesen Fällen um <em>andere</em> &#8220;Taliban&#8221; gehandelt haben könnte, und die jetzigen keine Ahnung haben, was dieser Tiefflug heißen soll oder schlichtweg nicht auf die Idee kommen, wegen Benzinklau in Fetzen zerbombt zu werden. Auch bezüglich dieser Sippenhaft keine Silbe der Kritik in den Zeitungen.</p>
<p>Und es geht munter weiter:</p>
<blockquote><p>Klein versicherte mehrmals, dass er davon ausgegangen sei, dass sich nur Taliban und deren Helfer im Umfeld der Tanklaster aufgehalten hätten. Hätte er geahnt, dass Unbeteiligte und sogar Kinder auf der Sandbank waren, hätte er den Angriff nicht befohlen.</p></blockquote>
<p>Der Spiegel berichtet dagegen:</p>
<blockquote><p>Vehement verwahrte sich Klein gegen Vorwürfe, er habe die Gelegenheit der entführten Tanker genutzt, um gezielt Taliban zu eliminieren. &#8220;Ich verwahre mich gegen die Unterstellung, ich hätte töten wollen&#8221;, sagte er. &#8220;Nein, das wollte ich nicht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Konträr dazu die <a href="http://www.fr-online.de/_em_cms/_globals/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2351862&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=/in_und_ausland/politik/aktuell/&amp;em_ivw=fr_polstart">FR</a>:</p>
<blockquote><p>Seine Äußerung in einem Schreiben an Ex-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan, er habe Fahrzeuge und Aufständische &#8220;vernichten&#8221; wollen, qualifiziert er als militärische Begrifflichkeit, die lediglich den Grad der Zerstörung betreffe, nicht aber ihr moralisches Motiv.</p></blockquote>
<p>Dazu muss man wissen, dass es sowohl Luftaufklärung als auch einen Informanten am Boden gab. Jeder mit etwas Hirn und Augenlicht müsste fähig sein zu erkennen, dass es sich nicht um über 100 Taliban handelt. Hierzu die FR genauer:</p>
<blockquote><p>Von afghanischen Zuträgern spricht er, die ihn über die Vorgänge am Kundus-Fluss informiert hätten. Über die scharfen Bilder des &#8220;Rover&#8221;-Übertragungssystems, die ihm einen guten Überblick über das Geschehen und die Möglichkeit gegeben hätten, die Angaben des Informanten zu überprüfen.</p></blockquote>
<p>Es gab also scharfe Bilder und einen guten Überblick. Bei einigen erkannte der Offizier sogar Panzerfäuste, berichten andere Zeitungen. Ob man dann nicht erkennen kann, dass Kinder vor Ort sind? Schwer zu glauben.Die interessante Frage, ob Klein mutwillig die eigentlichen Fahrer der entführten Tanklastzüge geopfert hat, bleibt auch unbeantwortet.</p>
<p>Ein weiterer Widerspruch ist hier zu finden, denn zuerst geht es ihm nur um die Bedrohung durch die Tanklaster, und jetzt sind es auf einmal die Taliban, die es zu vernichten gilt. Auf diese Unklarheit weist auch der Oberbefehlshaber McChrystal im Untersuchungsbericht hin: <em>&#8220;Er hat die Menschen als Ziel, nicht die Fahrzeuge&#8221;</em>. Im Spiegel behauptet er, er hätte überhaupt nicht töten wollen, sondern nur die Fahrzeuge treffen wollen. Die waren aber, wie oben ausgeführt, schon bewegungsunfähig und somit ungefährlich. Es bleibt der Eindruck, dass hier jemand in unsäglich billiger Weise nach Ausreden sucht. Einerseits will er &#8220;vernichten&#8221;, andererseits niemanden töten, hat aber Menschen als Ziel. Alles klar!</p>
<p>Er befand sich außerdem im Leitstand der Task Force 47, einer geheimen Einheit mit Leuten aus Bundeswehr, BND und KSK. Diese Truppe ist anscheinend in gezielte Mordaktionen verwickelt und hilft den Amerikanern, eine <a href="http://www.fr-online.de/_em_cms/_globals/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1872559&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=/in_und_ausland/politik/aktuell/&amp;em_ivw=fr_poltop">Taliban-Hitlist</a> abzuarbeiten. Wie sich diese Praxis mit dem Mandat oder mit irgendwelchen deutschen Gesetzen deckt, steht in den Sternen. Auch hier wird der<a href="http://www.freitag.de/politik/0951-bundeswehr-afghanistan-ksk-kunduz"> Rechtsstaat wieder mit Füßen getreten</a>.</p>
<p>Noch dubioser wird es, wenn man bedenkt, dass laut <a href="http://www.presseportal.de/pm/6351/1528114/leipziger_volkszeitung">Leipziger Volkszeitung </a>die Bombardierung zur Absicherung eines liegengebliebenen BW-Fahrzeugs diente. Oder wenn man anderen Quellen folgt, die nahelegen, dass Oberst Klein auf Weisung der Task Force handelte und durch deren selektive Information nun als Bauernopfer dasteht.</p>
<p>Abseits aller Spekulation bleibt zu konstatieren, dass elementare Menschenrechte durch diesen mörderischen Apparat außer Kraft gesetzt werden, dass dieser Einsatz völkerrechtswidrig ist und jeder weitere Tag dort nur noch mehr Elend und Tod bringen wird. Wir helfen dort niemandem außer den Amerikanern und deren Begründung ihres Engagements ist, gelinde gesagt, <a href="http://www.radio-utopie.de/2010/02/10/usa-mohnfelder-in-afghanistan-werden-nicht-zerstort-das-wurde-uns-alles-ruinieren/#more-13722">anrüchig</a>. Von Afghanistan ging noch nie Terror aus, von den USA dagegen jede Menge. Wer sich ehrlich gegen Terror betätigen will, sollte mal darauf aufmerksam machen.</p>
<p>Der Afghanistaneinsatz ist und bleibt völkerrechtswidrig. Deutschland muss diese Mordkoalition verlassen und zu einer friedlichen Außenpolitik und zum Rechtsstaat zurückfinden, in dem nicht <a href="http://denkreiz.de/166/linke-aus-dem-bundestag-geworfen/">unliebsame Meinungen ausgeschlossen</a>, sondern Leute wie Oberst Klein (und die ganze Clique, die die Bundeswehr dort hinschickt) als Kriegsverbrecher in den Knast wandern.</p>
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		<title>Nacktscanner völlig nutzlos</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 16:09:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FB</dc:creator>
				<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Nacktscanner]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Werner Gruber, österreichischer Kabarettist und Physiker, betrügt bei Markus Lanz mit Leichtigkeit einen Nacktscanner und schmuggelt Sprengstoff samt Sprengvorrichtung ungesehen durch. Da glotzen die Schafe.</p>
<p></p>
<p>Um den GAU komplett zu machen, hat der CCC eins der weitverbreitetsten Flughafen-Sicherheitssysteme (&#8221;Legic Prime&#8221;) gehackt:</p>
<p></p>
<p>Bei Lohndrückerei und Sicherheitswahn kommt die Vernunft leider etwas kurz. Das Sahnehäubchen wäre noch gewesen, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Werner Gruber, österreichischer Kabarettist und Physiker, betrügt bei Markus Lanz mit Leichtigkeit einen Nacktscanner und schmuggelt Sprengstoff samt Sprengvorrichtung ungesehen durch. Da glotzen die Schafe.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/nrKvweNugnQ" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/nrKvweNugnQ"></embed></object></p>
<p>Um den GAU komplett zu machen, hat der CCC eins der weitverbreitetsten Flughafen-Sicherheitssysteme (&#8221;Legic Prime&#8221;) gehackt:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/r5q-5zoNyCo" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/r5q-5zoNyCo"></embed></object></p>
<p>Bei Lohndrückerei und Sicherheitswahn kommt die Vernunft leider etwas kurz. Das Sahnehäubchen wäre noch gewesen, wenn der Gruber erwähnt hätte, dass fast alle Terroristen der letzten Jahre von Geheimdienstleuten angelernt wurden &#8211; also entweder absichtlich dumm gehalten wurden oder die dortige Inkompetenz immer abenteuerlichere Blüten schlägt. Aber auch so schon ein klares &#8220;pwned&#8221; in Richtung Politik.</p>
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		<title>Ein Lichtblick nach acht Jahren Gleichschaltung</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 15:17:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[9/11]]></category>
		<category><![CDATA[Medienbarriere]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>9/11, der 11. September, seit Jahren vorgeschobener Grund aller Kriege und Bürgerrechtsbeschneidungen, Ausrede für eigene Kriegsverbrechen und Sockenpuppe des Staatsterrorismus im islamistischen Gewand, erfährt nach 8 Jahren endlich journalistisch adäquate Behandlung. Focus Money hat einen Artikel von Oliver Janich veröffentlicht, der auf 5 Seiten ausführt, wo die offizielle Theorie hakt, wo sie erst gar keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>9/11, der 11. September, seit Jahren vorgeschobener Grund aller Kriege und Bürgerrechtsbeschneidungen, Ausrede für eigene Kriegsverbrechen und Sockenpuppe des Staatsterrorismus im islamistischen Gewand, erfährt nach 8 Jahren endlich journalistisch adäquate Behandlung. <a href="http://www.focus.de/finanzen/news/terroranschlaege-vom-11-september-2001-wir-glauben-euch-nicht_aid_467894.html">Focus Money</a> hat einen Artikel von Oliver Janich veröffentlicht, der auf 5 Seiten ausführt, wo die offizielle Theorie hakt, wo sie erst gar keine Erklärungen liefert und wo schlichtweg gelogen wird.</p>
<p>Es gibt einiges am Artikel zu kritisieren. Er verheddert sich etwas im Ungefähren und versteift sich in punkto Zusammenbruch von WTC 1 und 2 und dem Loch im Pentagon auf widerlegte Theorie. <a href="http://www.medienanalyse-international.de/index1.html">MAI</a> nennt das zurecht &#8220;Popanz-Hauen&#8221;. Außerdem werden im Artikel die wichtigsten und triftigsten Indizien überhaupt nicht genannt, darunter etwa der fehlende Beweis für die Anwesenheit der Attentäter in den Flugzeugen, die fehlende Identifikation der Attentäter-Leichen, die geschlossenen Cockpit-Türen, die Verstrickung der Geheimdienste, das Insider-Trading und die konsequente Beweisvernichtung. Janich entschuldigt das mit begrenztem Platz. Obwohl er sichtlich bemüht ist, möglichst viel unterzubringen, hätte er zugunsten dieser eindrücklichen Fakten ruhig auf ein paar gewollt zweifelnde, aber relativ substanzlose Bemerkungen verzichten können.</p>
<p>Trotzdem ist der Artikel ein Anfang. Die Courage und der Durchsetzungswille des Autors sind zu honorieren. Davon könnten sich andere mehr als nur eine Scheibe abschneiden. Denn: Dass erst acht Jahre vergehen müssen, bis ein Mainstream-Printmedium die offizielle Theorie anzweifelt, sagt alles über den Zustand des Journalismus in diesem Land.</p>
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		<title>Bundeswehr trainiert für Aufstandsbekämpfung in Deutschland</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 23:32:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr im Inneren]]></category>
		<category><![CDATA[Schäuble]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsterror]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Bisher konnten Schäubles infame Angriffe aufs Grundgesetz noch abgewehrt werden, doch der Einsatz der Bundeswehr im Inneren scheint ungerührt davon näher zu rücken. Von Seiten der Heeresführung (und damit wohl auch der Politik) scheint man auch besorgt, dass es zu &#8220;terroristischen&#8221; Akten seitens der eigenen Bevölkerung kommen könnte. So liest man heute bei German Foreign [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bisher konnten Schäubles infame Angriffe aufs Grundgesetz noch abgewehrt werden, doch der Einsatz der Bundeswehr im Inneren scheint ungerührt davon näher zu rücken. Von Seiten der Heeresführung (und damit wohl auch der Politik) scheint man auch besorgt, dass es zu &#8220;terroristischen&#8221; Akten seitens der eigenen Bevölkerung kommen könnte. So liest man heute bei <a href="http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57669/print?PHPSESSID=eogjc2gfsi106f3vlgoe2ltq30">German Foreign Policy</a>, dass die Bundeswehr in Bayern für solche Zwecke trainiert hat. Im Rahmen dessen wurde auch die zivil-militärische Zusammenarbeit genutzt, eine Initiative für eine engere Verflechtung von Bundeswehr mit den Hilfswerken, um (angeblich) bei Katastrophen schneller helfen zu können. Die Übung spricht daher Bände, was ein weiterer, wenn nicht <em>der</em> Zweck dahinter ist.</p>
<p>Bei der Übung ging es darum, Terroristen abzuwehren, die in Deutschland Attentate auf Bundeswehr-Standorte ausführen wollen. Dabei kam es zum Aufbau von &#8220;Checkpoints&#8221; und der Darstellung von Friedensaktivisten als &#8220;Feinde&#8221; &#8211; also &#8220;Ausdruck der praxisnahe(n) gemeinsame(n) Ausbildung unserer aktiven Soldaten und der Reservisten&#8221;. Wer dachte, das bliebe nur auf die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=71Jux68F_AQ">USA</a> beschränkt, sieht sich nun eines besseren belehrt. Da mussten wir natürlich folgsam nachziehen. Die Unverfrorenheit kann einen schon entsetzen. Wenn selbst angeblich Irre wie Alex Jones (&#8221;they wanna impose martial law on us&#8221;) so schnell recht bekommen, kommt man schon ins Zweifeln. Die haben schon <a href="http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Establishing_martial_law_in_the_United_States">die Gesetze</a> dafür, bei uns wird es dann wohl auch nicht mehr lange dauern. Versucht wurde es ja schon von Schäuble, Hanning und Konsorten.</p>
<p>Beängstigend.</p>
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		<title>Merkels Rede vor dem US-Kongress</title>
		<link>http://denkreiz.de/138/merkels-rede-vor-dem-us-kongress/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 02:36:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FB</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Ein Beispiel für Geschichtsfälschung, Manipulation und Machtpolitik</p>
<p>Nachdem die Rede im Mainstream beachtlich gut wegkam und sie als Merkels emotionalste Rede gefeiert wurde, gehe ich hier mal auf den Text ein und nicht auf den pathetischen Ton ihres Vortrags. Dazu zitiere ich einzelne Teile der Rede und kommentiere sie.</p>
<p></p>
Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg &#38; ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Beispiel für Geschichtsfälschung, Manipulation und Machtpolitik</strong></p>
<p>Nachdem die Rede im Mainstream beachtlich gut wegkam und sie als Merkels emotionalste Rede gefeiert wurde, gehe ich hier mal auf den Text ein und nicht auf den pathetischen Ton ihres Vortrags. Dazu zitiere ich einzelne Teile der <a href="http://www.bundeskanzlerin.de/Content/DE/Rede/2009/11/2009-11-03-rede-merkel-usa.html">Rede</a> und kommentiere sie.</p>
<p><span id="more-138"></span></p>
<h3>Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg &amp; ihre frühen Jahre</h3>
<blockquote><p><span> Ich lebte mit meinen Eltern in Brandenburg, einer Region, die zur DDR, dem unfreien Teil Deutschlands, gehörte. Mein Vater arbeitete als evangelischer Pfarrer. </span></p></blockquote>
<p>Ihr Vater arbeitete ab ihrem 3. Lebensjahr nicht mehr als Pfarrer, sondern als Leiter des Pastoralkollegs. Er war für einen Kirchenmann durchaus parteinah und Mitglied im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fenseer_Arbeitskreis">Weißenseer Arbeitskreis</a>, einer Vereinigung von Theologen, aus der das Ministerium für Staatssicherheit (Stasi) gerne Informationelle Mitarbeiter heranzog. Die Familie genoss deswegen einige Privilegien. &#8220;Unfrei&#8221;, wie Merkel das ausdrückt, waren sie also nicht wirklich.</p>
<blockquote><p><span>Nach dem Krieg gehörte er [Adenauer] zu den Männern und Frauen, die die freiheitliche, demokratische Bundesrepublik Deutschland mit aufgebaut haben.</span></p></blockquote>
<p>Zweifelsohne hat Adenauer als erster deutscher Kanzler einen Anteil daran, dass in Deutschland eine tragfähige Demokratie entstand. Ihn aber als Kämpfer für Demokratie und Freiheit hinzustellen, ist schon dreist. So hat Adenauer einige (führende) Nazi-Größen in sein Kabinett oder in gehobene Ämter berufen, so z.B. Hans Speidel, Reinhard Gehlen, Franz-Josef Strauß, Hans Globke <a href="http://www.liga.homepage.t-online.de/karrieren2.htm">und einige mehr</a>.<span style="font-size: 13pt;"> </span>Unvergessen auch sein Ausspruch: <em>&#8220;<span>Ich weiß schon längst, dass die Soldaten der Waffen-SS anständige Leute waren. Aber solange wir nicht die Souveränität besitzen, geben die Sieger in dieser Frage allein den Ausschlag, so dass wir keine Handhabe besitzen, eine Rehabilitierung zu verlangen&#8230; Machen Sie einmal den Leuten deutlich, dass dei Waffen-SS keine Juden erschossen hat, sondern als hervorragende Soldaten von den Sowjets gefürchtet war&#8230;&#8221;</span></em> (Brief an FDP-Mitglied General a.D. von Manteuffel). In seine Zeit fiel auch die Zurückweisung der Stalin-Note, Gründung der Bundeswehr, Beitritt zur NATO und die Postzensur in Deutschland, um nur ein paar Eckdaten zu nennen. Wahrscheinlich erwähnt Merkel ihn vor allem deswegen, weil er durch seine Taten ihr geistiger Vorgänger als Zäpfchen war.</p>
<blockquote><p><span>Dieser kurze, einfache Satz – &#8220;Die Würde des Menschen ist unantastbar&#8221; – war die Antwort auf die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs, auf den Mord an sechs Millionen Juden im Holocaust, auf Hass, Verwüstung und Vernichtung, die Deutschland über Europa und die Welt gebracht hat.</span></p></blockquote>
<p>Es ist nicht anders als dreist zu nennen, dass der Holocaust sich in den Augen mancher Politiker nur auf Juden bezieht. Sind das die besseren Menschen? Zählen Zigeuner, Sinti, Roma, Partisanen, oppositionelle Intellektuelle, kommunistische Funktionäre, Geistliche im Widerstand und andere Holocaust-Opfer nichts? Was ist das bitte für ein Weltbild? Dass sie nicht die Verwüstung erwähnt, die andere Völker über die Welt gebracht haben, sehe ich ihr im Rahmen der Rede ja noch nach. Als Ehrengast kann sie ja schlecht zur Schelte ansetzen. Nur ist das immer noch der amerikanische Kongress, wo man durchaus auch die anderen Opfer erwähnen könnte. In der Knesset wäre das etwas anderes.</p>
<blockquote><p><span>Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten – es war für mich lange Jahre meines Lebens das Land der unerreichbaren Möglichkeiten. <span>Mauer, Stacheldraht, Schießbefehl – sie begrenzten meinen Zugang zur freien Welt. So musste ich mir</span> aus Filmen und Büchern, die teilweise meine Verwandten aus dem Westen schmuggelten, ein Bild von den Vereinigten Staaten von Amerika machen.</span></p></blockquote>
<p>Auch hier stilisiert sich Merkel wieder zum Opfer. Zweifellos war es für die ostdeutsche Bevölkerung schwierig, an westliche Literatur heranzukommen. Im Kalten Krieg wurde zwar vom Westen her versucht, mittels PsyOps (Psychologische Kriegsführung) Einfluss auf die ostdeutsche Bevölkerung zu gewinnen, indem man Werbung und Bilder aus dem Westen per Ballon über die Mauer beförderte, aber eine große Menge an Abnehmern war damit nicht zu erreichen. Allerdings galten die Beschränkungen für Merkel nur bedingt. So war es, wie oben erwähnt, ihrer Familie erlaubt, in den Westen zu reisen, was sie z.B. im Jahr 1986 wahrnahm. Dass dies nur für Personen möglich war, deren unbedingte Staatstreue sicher war, illustriert wohl am aussagekräftigsten ihre damalige politische Haltung.</p>
<blockquote><p><span>Ich habe mich begeistert für die Weite der amerikanischen Landschaften, die den Geist der Freiheit und Unabhängigkeit atmen.</span></p></blockquote>
<p>Auch hier muss ich die Stirn runzeln. Als FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda, also als Sprachrohr der Jugendbewegung der Partei, hätte man eher vermutet, dass sie sich für Russlands gigantische Weiten und atemberaubende Pracht interessiert hätte. Will sie nun behaupten, sie hätte unter der Bettdecke Karl May gelesen und insgeheim Amerika vergöttert? Wie passt das zusammen? Das erinnert irgendwie fatal an diejenigen, die &#8211; um nicht aufzufallen &#8211; erst recht in der Gegenrichtung aktiv sind. Sonderlich ernst kann man das wohl nicht nehmen. Die Argumentation ist ja seit den Nürnberger Prozessen hinlänglich bekannt und bis heute höchst beliebt unter politischen Wendehälsen.</p>
<blockquote><p><span>Ich danke den 16 Millionen in Deutschland über die Jahrzehnte stationierten Amerikanern, ohne deren Beistand als Soldaten, als Diplomaten und als Helfer die Überwindung der Teilung Europas unmöglich gewesen wäre. Wir freuen uns auch heute und in Zukunft über amerikanische Soldaten in Deutschland. Sie sind Botschafter Ihres Landes in unserem Land, genauso wie viele Amerikaner mit deutschen Wurzeln auch heute noch Botschafter meines Landes bei Ihnen sind.</span></p></blockquote>
<p><span>Bitte?? Nichts gegen die Leistungen der Soldaten bei der Luftbrücke 1948, aber hallo? Die Besetzung Deutschlands und die Schaffung von Fakten in Westdeutschland waren es doch, die zur jahrzehntelangen Teilung Europas führten. Erst durch die Entspannungspolitik unter Brandt geriet das System wieder in Bewegung und kam schließlich zu einem friedlichen Ende. Die Besatzungssoldaten waren doch eine konstante Drohkulisse, die den Sowjetstaaten nur umso deutlicher vor Augen führte, was jeden Tag passieren könnte. Und was meint sie mit Diplomaten und Helfern? Und wer ist &#8220;wir&#8221;? Frau Majestät oder wer? Wir, d.h. die Deutschen, sind sicher nicht dafür, dass hierzulande über 70.000 amerikanische Soldaten stationiert sind, weiterhin Atomraketen gelagert werden und den Angriffskriegen der USA und der NATO eine Plattform geboten wird, statt mit aller Macht nach einer friedlichen Lösung zu suchen. Ich habe nichts gegen die Menschen im Tarnanzug, von mir aus können alle hier bleiben, solange sie ihre Waffen niederlegen und die Feindseligkeiten einstellen anstatt immer weiter Ängste und Konflikte (als Selbstzweck) zu schüren. Einer wirklichen Friedensmacht hätte sie ins Stammbuch schreiben können &#8220;Alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen&#8221;. Stattdessen lobt sie die Kriegsmaschine NATO, wie gleich noch zu hören ist.</span></p>
<h3><span>Die Wiedervereinigung<br />
</span></h3>
<blockquote><p><span>Ich danke George Bush senior, dass er Deutschland und dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl vertraute und uns Deutschen bereits im Mai 1989 etwas Unschätzbares anbot: &#8220;Partnership in Leadership.&#8221; Welch ein Angebot, 40 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Erst am vergangenen Samstag haben wir uns in Berlin gesehen, übrigens zusammen mit Michail Gorbatschow. Auch ihm gebührt unser Dank.</span><br />
<span>Meine Damen und Herren, lassen Sie es mich in einem Satz sagen: Ich weiß, wir Deutschen wissen, wie viel wir Ihnen, unseren amerikanischen Freunden verdanken. Niemals werden wir, niemals werde ich Ihnen ganz persönlich das vergessen.</span></p></blockquote>
<p>Mit &#8220;Partnership in Leadership&#8221; war wohl gemeint, dass man sich noch mehr ans heilige Amerika anbiedert und dadurch als europäische Führungskraft ganz Europa an die Seite Amerikas zieht. Das hört sich zwar machtpolitisch nach einem guten Angebot an, aber als &#8220;Kanzlerin aller Deutschen&#8221; wäre es schöner, wenn sie im Zusammenspiel der Völker auf &#8220;Partnership&#8221; statt auf &#8220;Leadership&#8221; setzt. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass es irgendeine Nation auf Erden gibt, die sich freut, endlich von Amerika oder Deutschland geführt zu werden. Diese selbstherrliche Anmaßung ist eh schon wieder ein Ausbund an Unverfrorenheit. So eine Einstellung auch noch durch freudigen Empfang zu goutieren, ist nur dann zu verstehen, wenn man diese Einstellung teilt. Da zeichnet sich ein Rückfall um 100 Jahre ab, wenn die Welt wieder am deutschen Wesen genesen soll.</p>
<blockquote><p><span>Auch ich bin aufgebrochen. Ich habe meine Arbeit als Physikerin in der Akademie der Wissenschaften in Ost-Berlin hinter mir gelassen und bin in die Politik gegangen. Weil ich endlich gestalten konnte. Weil ich den Eindruck hatte: Jetzt sind die Dinge veränderbar, jetzt kannst du etwas tun.</span></p></blockquote>
<p>Die chronologische Reihenfolge ist in dieser Formulierung missverständlich. Die FDJ war eine politische Organisation, der Merkel weit vor der Wende in besonderer Position angehörte. Auch die Akademie der Wissenschaften war eher eine Elite-Schmiede der Partei denn unabhängige Institution.  Ihr Weggang von der Akademie hatte vielmehr auch den Hintergrund, dass sich im Herbst 1989 abzeichnete, dass die Institute der Akademie in der Form nicht weiterbestehen würden. Somit war ihr Arbeitsplatz in Gefahr. Die Akademie wurde 1991 aufgelöst, sie hatte also das sinkende Schiff rechtzeitig verlassen. Sie engagierte sich im Demokratischen Aufbruch und wurde nach der Volkskammerwahl stellvertretende Regierungssprecherin in dem Parteizusammenschluss &#8220;Allianz für Deutschland&#8221; unter Führung der Ost-CDU. Im selben Jahr trat sie der CDU bei, kandidierte für den Bundestag und erhielt eine Stelle beim BPA durch die Hilfe des CDUlers Günther Krause. Sie war außerdem bei den Verhandlungen zu den Einigungsverträgen anwesend. Innerhalb eines Jahres war ihr die Transformation von der sozialistischen Vorzeige-Wissenschaftlerin zur protegierten Aufsteigerin in einer westlich orientierten Partei gelungen.</p>
<h3>Freiheit, Globalisierung und Partnerschaft</h3>
<blockquote><p><span> </span><span>20 Jahre, meine Damen und Herren, sind seit diesem überwältigenden Geschenk der Freiheit vergangen. Aber noch immer gibt es nichts, das mich mehr begeistert, nichts, das mich mehr anspornt, nichts, das mich stärker mit positiven Gefühlen erfüllt als die Kraft der Freiheit.</span></p></blockquote>
<p>Es ist interessant, dass sie die Freiheit als Geschenk erachtet. Ich stelle mir dabei die Frage, wen sie als Geschenkgeber sieht, denn sie erwähnt dabei niemanden. Ob sie wohl die Zurückhaltung der Russen oder der DDR-Führung meint? Oder Gott? Oder gar Amerika? Oder ob sie einfach nur schleimig rumfaselt? Bezeichnend auch, dass Freiheit für sie positiver ist als z.B. Liebe oder Gerechtigkeit. Könnte aber auch ein Zugeständnis gegenüber dem Publikum sein.</p>
<blockquote><p><span> </span><span>Und doch ist es unsere Aufgabe, die Menschen zu überzeugen, dass die Globalisierung eine große weltweite Chance ist, für jeden Kontinent, denn sie zwingt jeden, gemeinsam mit anderen zu handeln. </span><span>Die Alternative zur Globalisierung wäre die Abschottung, doch das wäre keine Alternative. Sie führte nur ins Elend, weil sie in die Isolation führt. Das Denken in Bündnissen, das Denken in Partnerschaften dagegen – das führt in eine gute Zukunft.</span></p></blockquote>
<p>Na, da kenne ich aber andere Definitionen von Globalisierung. Dass gerade heute eine nie zuvor dagewesene Globalisierung im Gange wäre, kann man in den meisten Bereichen auch nicht sagen. Spätestems seit dem 15. Jahrhundert erleben wir ein Zusammenwachsen der Welt (wenn man es nett ausdrücken will). Eine neue Qualität hat höchstens die weltweite Monopolbildung meist amerikanischer Konzerne, deren Interessen von der amerikanischen Regierung durchgedrückt werden. Das ist auch genau die Angst vor der Globalisierung, dass man alternativlose Grütze vorgesetzt bekommt und sich aus schierem Überlebensdrang für Niedrigstlöhne ausbeuten lassen muss, während andere schamlos profitieren. Wer diese Art von Globalisierung nicht will, verfolgt aber nicht zwingend eine Abschottung. Die Entwicklung der Internationale und die globalen Bemühungen für eine fairere Verteilung und mehr Gerechtigkeit sind auch eine Art von Globalisierung, z.B. der Arbeiterbewegung. Insofern ist der Begriff schwammig, da es sich bei Globalisierungskritik meist um Korporatismus- oder Imperialismuskritik handelt und nicht um eine Opposition zu jeglicher Art von Globalisierung &#8211; im Gegenteil. Falls Merkel damit sicherheitspolitische Überlegungen meint, also den Interventionismus, den Amerika seit über einem Jahrhundert betreibt, so wäre es bitter nötig, Alternativen nachzugehen. Es ist schwer zu glauben, dass es die Welt ins Elend treiben würde, wenn Amerika auf Interventionen, Kriege und Besatzungen verzichten würde.</p>
<blockquote><p><span> </span><span>Meine Damen und Herren, Amerika und Europa sind wahrlich nicht immer einer Meinung. Die einen halten die anderen manchmal für zu zögerlich und ängstlich oder, umgekehrt, für zu eigensinnig und drängend. Dennoch bin ich zutiefst davon überzeugt: Einen besseren Partner als Amerika gibt es für Europa nicht, einen besseren Partner als Europa gibt es für Amerika nicht.</span></p></blockquote>
<p>Traurig, aber sie hat wohl recht derzeit. Allerdings sollte man auch mal ernsthaft versuchen, auf andere zuzugehen. So wirkt es nämlich wie eine Schwester, die ihren einzigen Bruder als &#8220;besten Bruder&#8221; bezeichnet. Es ist auch schlimm, dass wir der beste Partner einer Nation sein sollen, die allein in den letzten Jahren am Tod von Millionen von Menschen schuld ist, die einen völkerrechtswidrigen Krieg nach dem anderen führt, die verdächtige Ausländer auf offener Straße entführt und foltert, die bald jedes rechtsstaatliche Prinzip abgeschafft hat, die ihre Bürger und viele Menschen weltweit bespitzelt, die ein Apartheidregime bedingungslos unterstützt, die ihre Interessen rücksichtslos verfolgt, jedem anderen dies aber verwehrt, die ihre eigene Verfassung mit Füßen tritt, die noch jede unabhängige demokratische Bestrebung in anderen Ländern bekämpft hat usw. usf.. Das ist definitiv nicht der Rockzipfel, an den sich Europa hängen sollte.</p>
<h3>Friedensmacht NATO?</h3>
<p><span> </span><span><span>Nun aber kommt der Hammer:</span></span></p>
<blockquote><p><span>Das, was Europäer und Amerikaner zusammenführt und zusammenhält, ist die gemeinsame Wertebasis. Es ist ein gemeinsames Bild vom Menschen und seiner unveräußerlichen Würde. Es ist ein gemeinsames Verständnis von Freiheit in Verantwortung. Dafür treten wir in der einzigartigen transatlantischen Partnerschaft und in der Wertegemeinschaft der Nato ein. So wird &#8220;Partnership in Leadership&#8221; mit Leben erfüllt, meine Damen und Herren.</span><span> </span><span>Diese Wertebasis war es, die den Kalten Krieg beendet hat. Diese Wertebasis ist es, mit der wir nun die Bewährungsproben unserer Zeit bestehen können und bestehen müssen.</span></p></blockquote>
<p>Zuerst stellt sich die Frage: Welche Werte sollen das sein? Es können nur die sein, von denen man redet, aber nicht die, nach denen man handelt. Denn große Reden schwingen können beide, aber die Taten sprechen für sich. Wenn die Würde des Menschen für Amerikaner unveräußerlich wäre, wo war dann dieser Wert bei den Renditions, bei den Folterungen, bei der unbeschränkten Haft, bei der Bespitzelung der Menschen, bei der Bombardierung von Serbien, Somalia, Sudan, Irak, Afghanistan (uvm.) und noch vielen weiteren Beispielen, die Legion sind? Wo war da die Würde des Menschen? Und was heißt da &#8220;Freiheit in Verantwortung&#8221;? Das ist ein Schlag, nein ein Kanonenschuss ins Gesicht derer, die unter diesem System zu leiden hatten und haben.</p>
<p>Da noch die <a href="http://denkreiz.de/126/der-staatsterror-der-nato/">NATO</a> als Wertegemeinschaft darzustellen setzt dem ganzen die Krone auf. Es erfordert äußerste Mühe, bei so einer grenzenlosen Unwissenheit, Ignoranz, Verklärung oder gar Verfälschung nicht ausfallend zu werden. Einfach unfassbar. Hier wird auch deutlich, was mit &#8220;Partnership in Leadership&#8221; gemeint ist. Deutschland soll an der Kriegsmaschine NATO führend beteiligt sein. Da kommt die alte Großmannssucht wieder durch, da brodelt die braune Suppe, da hört man schon den Kaiser die Hunnen beschwören.</p>
<p>Aber damit nicht genug: Diese Wertebasis, die Wertegemeinschaft der NATO, hat den Kalten Krieg beendet! Ein weiterer kolossaler Hammer. Geschichtsfälschung erster Güte. Die NATO hat nichts, aber auch gar nichts getan, um den Krieg zu beenden, sondern hat die Welt an den Rand eines Nuklearkriegs geführt und sehr wahrscheinlich nicht nur die Gegner und dritte Unbeteiligte (z.B. Vietnam), sondern auch <a href="http://denkreiz.de/126/der-staatsterror-der-nato/">die eigene Bevölkerung terrorisiert</a>. Man sollte also angesichts der Verstrickungen und Krisen eher von einer Eskalation statt von einer Beendigung reden. Es war auch nicht die Wertebasis des Westens entscheidend (so es sie überhaupt gibt), sondern die freiheitlichen Bestrebungen in den osteuropäischen Ländern, die fehlerhafte Allokation in der Planwirtschaft und die geistige Haltung der sowjetischen Führung, die auf die Demonstranten eben nicht mit Panzern losging wie noch anno 1953 oder 1968. Der Westen hat hierzu allenfalls einen marginalen Beitrag geleistet und das auch größtenteils in Form von Wirtschafts- und Stellvertreterkriegen.</p>
<h3>Iran und Israel</h3>
<blockquote><p><span>Doch niemand sollte sich täuschen: Toleranz bedeutet nicht Beliebigkeit. Null Toleranz muss es für die geben, die die unveräußerlichen Rechte des Menschen missachten und sie mit Füßen treten. Null Toleranz muss es auch geben, wenn Massenvernichtungswaffen zum Beispiel in den Händen des Iran unsere Sicherheit bedrohen könnten. Der Iran muss das wissen. Der Iran kennt unser Angebot. Doch der Iran kennt auch die Grenze: Eine Atombombe in der Hand des iranischen Präsidenten, der den Holocaust leugnet, Israel droht und das Existenzrecht abspricht, darf es nicht geben.</span></p></blockquote>
<p>Der nächste Knüller. Ohne Anlass setzt sie zur Verbalattacke gegen den Iran an. Viel deutlicher kann sie nicht zeigen, wes Geistes Kind sie ist. Während sie den Balken vorm Kopf des Westens ignoriert, muss sie auf dem Splitter im Auge des Iran herumreiten &#8211; und das auch noch fehlerhaft. Der Westen ersäuft schon bald in seinen Massenvernichtungswaffen und bedroht den Iran. Wenn der sich gegen die immer schärfer werdenden Angriffsdrohungen mittels Aufrüstung und Demonstrationen der Stärke zu wehren versucht, wird er als aggressiv gebrandmarkt. Verkehrte Welt. Die Frage ist auch, von welchem &#8220;Angebot&#8221; sie redet. Mir scheint, es ist ein <em>Angebot, dass sie nicht ausschlagen können</em>, um es mit den Worten eines berühmten Mafia-Bosses zu sagen. Es ist auch kein Geheimnis, dass Israel mindestens 200 Atombomben hortet und fortwährend seine Nachbarn attackiert, Teile seiner Bevölkerung unterdrückt und eine beispiellose Vertreibungs- und Apartheidspolitik verfolgt. Es ist außerdem kein Geheimnis, dass israelische Politiker offen über die Auslöschung des Irans und seines Regimes sprechen. All das ficht Merkel nicht an. Die Realität scheint ihr Lala-Land auch nicht mit dem Faktum stören zu können, dass Israel im Gegensatz zum Iran den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet hat, die Internationale Atombehörde nicht ins Land lässt, ständig UN-Sanktionen bricht und im Grunde so ziemlich alles tut, was man dem Iran zu unrecht vorwirft. Interessant auch wieder der Hinweis auf die Holocaustleugnung Ahmadinedschads, die er durchaus öfters <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,418312,00.html">tätigte</a>. Demletzt stellte er aber unmissverständlich klar, dass der Holocaust <a href="http://www.zweitausendeins.de/writersblog/broeckers/index.cfm?mode=entry&amp;entry=266DC8CA-65BF-D72D-E4DED235534BE540">ein historisches Ereignis</a> ist. Sein Wankelmut ist hierbei sehr nervig und schadet seinem Einsatz für das palästinensische Volk. Denn es ist in der Tat unverständlich, dass Kritik am Zionismus sich wegen des Holocausts verbieten sollte. Gerade ein &#8220;Nie wieder&#8221; sollte dazu führen, sich über die Unterdrückung der Palästinenser zu beschweren. Wieso Israel nicht wegen den Enteignungen und Massenvertreibungen (&#8221;Nakba&#8221;) und jahrelangem Terror verurteilt werden darf und straflos wie die Axt im Walde agieren darf, geht mir auch nicht ein. Jeder vernünftige Mensch muss das anklagen. Ob A. dazu zählt, sei dahingestellt, aber er hat ja auch andere Gründe, z.B. die Solidarität mit den Palästinensern.</p>
<blockquote><p><span>Deshalb tritt die freie Welt dieser Bedrohung entgegen, notfalls mit harten wirtschaftlichen Sanktionen. Meine Damen und Herren, deshalb werden wir in Deutschland mit aller Kraft den Nahost-Friedensprozess mit dem Ziel unterstützen, eine Zwei-Staaten-Lösung zu schaffen: einen jüdischen Staat Israel und einen palästinensischen Staat.</span></p></blockquote>
<p>Immerhin das Bekenntnis zur Zwei-Staaten-Lösung. Allerdings kein Wort zu den oben genannten Verbrechen und der Siedlungspolitik und der Appeasement-Politik der Obama-Regierung, die jede Bemühung um Frieden im Nahen Osten zunichte macht. So bleibt auch diese Passage ein leeres Versprechen.</p>
<h3>Afghanistan</h3>
<blockquote><p><span>Weil wir nach den Anschlägen des 11. September mit dem damaligen Präsidenten George W. Bush die Überzeugung geteilt haben, dass von Afghanistan aus nie wieder die Sicherheit der Welt bedroht werden darf, steht Deutschland dort seit 2002 mit dem drittgrößten Truppenkontingent. Wir wollen das Konzept der so genannten vernetzten Sicherheit zum Erfolg führen. Das besagt: Ziviles und militärisches Engagement sind untrennbar miteinander verbunden.</span></p></blockquote>
<p>Dass aus Afghanistan heraus jemals die Sicherheit der Welt bedroht gewesen wäre, ist ein Märchen. Es ist beschämend, dass gerade Deutschland mit so viel Truppen diesen Angriffs- und Besatzungskrieg mitverantwortet. Die &#8220;vernetzte Sicherheit&#8221; ist ein Horror für das Zivile Engagement, da die Durchmischung dazu führt, dass sie auch als Besatzer wahrgenommen werden. Das erschwert die Arbeit in mehrfacher Hinsicht: Erstens bringen dann die Afghanen, denen geholfen werden soll, den Hilfskräften generell mehr Misstrauen entgegen, wenn es denn dann überhaupt noch gelingt, Kontakt aufzubauen. Denn, zweitens, die vernetzten Militärstreitkräfte führen dazu, dass die Hilfskräfte ins Visier des afghanischen Widerstands geraten. Drittens wird damit deren Ruf als unabhängige Institution ruiniert. Der Versuch, den guten Ruf der Hilfskräfte fürs Militär zu nutzen, geht nach hinten los. Darüberhinaus ist hier auf den Neusprech zu achten: Irgendwelche Konzepte sollen zum Erfolg geführt werden. Die Menschen sind dabei egal, ob das nun die Afghanen sind oder die Truppen oder die Hilfskräfte. Was die wollen, interessiert keine Sau (denn sie wollen keine Vernetzung), das Konzept wird durchgedrückt. Ceterum censeo: Raus aus Afghanistan!</p>
<h3>Loblied auf NATO und europäischer Beitrag</h3>
<blockquote><p><span>Es steht außer Zweifel: Die NATO ist und bleibt der wesentliche Eckpfeiler unserer gemeinsamen Sicherheit. Ihr Sicherheitskonzept wird stetig weiterentwickelt und den neuen Herausforderungen angepasst. Ihr Fundament und ihr Kompass für Frieden und Freiheit aber bleiben unverändert.</span></p></blockquote>
<p>Und wieder die heilige NATO. Während der Warschauer Pakt längst Geschichte ist, hält sich dieses Relikt des Kalten Kriegs hartnäckig und hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten zur Kriegsmaschine gemausert, deren Opfer leider leider der Kollateralschaden unserer &#8220;gemeinsamen Sicherheit&#8221; sind. Sorry Jungs, sorry Mädels, sorry liebe Kinder in Belgrad, Mossul oder Kabul: Damit wir ruhig schlafen können, musstet ihr sterben. Aber war für eine gute Sache, tröstet euch. Aber wir haben auch hier ein Konzept! Eben deswegen gelang es uns, die getöteten Zivilisten auf ein Minimum zu reduzieren, so z.B. im Irak auf einige 100.000. Die standen aber nun echt im Weg und sind in die Schussbahn gesprungen! Und wenn die sterben, weil alles von der Uranmunition verseucht ist oder weil sie sich wegen der Sanktionen zu Tode hungern, dann ist das ja nicht unsere Schuld! Sollen sie halt Kuchen essen. Zum Glück haben wir den &#8220;Kompass für Frieden und Freiheit&#8221;. Wo wir hinfahren, ist das Gelobte Land! Für Frieden und Freiheit braucht es nur zuerst ein paar Bomben und Granaten. So ist das Leben. Schlimm ist halt, dass manche sich nicht über Frieden und Freiheit freuen. Zum Beispiel diese Afghanen, diese rückständige Stammesgesellschaft, die nicht mal demokratisch wählen können. Naja auch diesen Sturköpfen bringen wir schon noch Frieden und Freiheit. Im Umfeld Russlands schaffen wir das bestimmt auch in den nächsten Jahren. Der Kompass steht auf Ost.</p>
<blockquote><p><span> </span><span>Wir Europäer – davon bin ich überzeugt – können dazu in Zuk</span><span>unft noch mehr beitragen. Denn wir Europäer sind in diesen Wochen im Begriff, unsere Europäische Union mit einer neuen vertraglichen Grundlage auszustatten. Die letzte Unterschrift ist gerade darunter gesetzt worden. Die Europäische Union wird damit stärker und handlungsfähiger und damit für die Vereinigten Staaten ein starker und zuverlässiger Partner.</span></p></blockquote>
<p>Schön, dass die Merkel gleich mal für Europa spricht und unseren Beitrag für die NATO erhöhen will. Der EU-Vertrag ist da ein gutes Stichwort: Hier wurde er ja als Grundlage der Prosperität der EU gepriesen. Alles friedlich und frei und so. Im Kongress lässt Merkel dann die Katze aus dem Sack: So stehen im EU-Vertrag Verpflichtungen, dass jedes Land seine Militärausgaben erhöht und im Rahmen der EU eine Sicherheitsstrategie erarbeitet wird. Wer da federführend ist und wo die Reise hingeht, kann sich jeder ausmalen.</p>
<h3>Freiheit, Finanzwelt und neue Wirtschaftsordnung</h3>
<blockquote><p><span>Das ist gut, denn Freiheit ist das Lebensgesetz unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft. Nur in Freiheit kann der Mensch schöpferisch sein.</span></p></blockquote>
<p>Gut und schön, nur wo ist diese Freiheit? Oder meint sie die Narrenfreiheit für ein paar Banken und Konzerne? Die Freiheit der Reichen? Ich will nicht alles schlecht reden, wir sind da sicher weiter als viele andere, aber sie soll doch bitte nach dem handeln, was sie sagt, anstatt drüben von Milch und Honig zu reden und hier das Hungern zu predigen.</p>
<blockquote><p><span>Allerdings ist auch deutlich geworden: Diese Freiheit steht nicht allein. Es ist eine Freiheit in und zur Verantwortung. Dazu bedarf es einer Ordnung. Der Beinahe-Zusammenbruch der internationalen Finanzmärkte hat gezeigt, was passiert, wenn es diese Ordnung nicht gibt.</span></p></blockquote>
<p><span>Natürlich gab es diese Ordnung, man nehme nur Bretton-Woods, den Glass-Steagall-Act oder Basel II. Nur wurden die Regulierungen halt alle abgebaut oder umgangen und dabei schaute der Staat halb staunend, halb applaudierend zu. Auch Merkel steht für den Abbau dieser Schranken bzw. genau dieser &#8220;Ordnung&#8221;, die sie vermisst. Damit reiht sie sich nun nahtlos in die Tradition der CDU-Granden ein, die recht schnell vergessen, was sie vor kurzer Zeit gemacht haben. In der Sache hat sie natürlich recht, die Ordnung muss wieder her bzw. neu ersonnen werden.<br />
</span></p>
<blockquote><p><span>Die G20 hat gezeigt, dass sie handlungsfähig ist. Wir müssen uns dem Druck derer entgegenstellen, die die Staaten dieser Welt fast an den Abgrund geführt haben. Das heißt nichts anderes, als dass die internationale Wirtschaftspolitik nachhaltiger werden muss, denn die Krise war auch Ausdruck zu kurzfristigen Denkens. Millionen von Menschen weltweit sind dadurch vom Verlust ihres Arbeitsplatzes und von Armut und Hunger bedroht. Um Wohlstand und Gerechtigkeit zu erreichen, müssen wir alles tun, dass sich eine solche Krise niemals wiederholt, meine Damen und Herren.</span></p></blockquote>
<p>Komisch, dass dann die Amerikaner auf diesem Sektor vorpreschen (siehe Geithners aktuelle Pläne), während in Deutschland weiterhin die Zocker mit Samthandschuhen angefasst werden und Steuerhinterzieher protegiert werden. Wenn selbst wie jetzt in der größten Krise keine Regulierung beschlossen wird, dann deuten die Fakten wohl eher darauf hin, dass hier salbungsvoll gepredigt wird, während alles weiter seinen alten Trott geht, bis dann wirklich der große Knall kommt.</p>
<blockquote><p><span>Ich bitte Sie: Lassen Sie uns gemeinsam für eine Weltwirtschaftsordnung eintreten, die im Interesse Europas und Amerikas ist.</span><span> </span></p></blockquote>
<p>Ein gutes Beispiel: Zuerst redet sie lang und breit über die weltweite Zusammenarbeit, Globalisierung, G20-Verhandlungen und Handelshemmnisse, um dann schließlich für eine Weltwirtschaftsordnung zu werben, die (nur) im Interesse Europas und Amerikas ist. Der Rest der Welt sollte damit wissen, woher der Wind weht. Es geht um Interessenspolitik und nicht um eine friedliche globale Zusammenarbeit.</p>
<h3>Klimawandel</h3>
<blockquote><p><span>Meine Damen und Herren, dass globale Herausforderungen nur in umfassender internationaler Zusammenarbeit bewältigt werden können, zeigt sich auch an einer dritten Bewährungsprobe des 21. Jahrhunderts, an so etwas wie einer Mauer zwischen Gegenwart und Zukunft. Diese Mauer versperrt den Blick auf die Bedürfnisse kommender Generationen. Sie verhindert den dringend notwendigen Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen und unseres Klimas.</span> (&#8230;) <span>Wohin dieser Verbrauch unserer Zukunft führt, können wir schon jetzt sehen: In der Arktis schmelzen Eisberge, in Afrika werden Menschen zu Flüchtlingen, weil ihre Umwelt zerstört wird, weltweit steigt der Meeresspiegel. Ich freue mich, dass Präsident Obama und Sie in Ihrer Arbeit dem Schutz unseres Klimas eine hohe Bedeutung beimessen. Wir alle wissen: Wir haben keine Zeit zu verlieren. Wir brauchen eine Einigung auf der Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen. Wir brauchen eine Einigung auf ein Ziel: Die globale Erwärmung darf zwei Grad Celsius nicht überschreiten.</span></p></blockquote>
<p>Das ist ja toll, dass wir schon so göttlich sind, dass wir der Erde und dem Klima diktieren können, ja nicht mehr als 2 Grad wärmer zu werden. Was heute alles möglich ist! Das Schöne ist: Auf so ein Ziel kann man sich immer einigen, denn in 50 Jahren ist die Abmachung längst passé. Außerdem kann man keinem nachweisen, gegen dieses Ziel verstoßen zu haben. Allerdings gäbe es nicht viel sinnlosere Verträge als einen solchen, der sich nur auf dieses Ziel beschränkt.</p>
<p>Abgesehen von der<a href="http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/08/offener-brief-kanzerlin-merkel-wegen.html"> durchaus zweifelhaften Theorie </a>wollen wir auch nicht vergessen, dass Merkel bisher alles dafür getan hat, um beim Klima keinen Konsens entstehen zu lassen. So waren ihr in den letzten Jahren die deutschen Autobauer stets wichtiger. Als Umweltministerin ließ sie die Asse trotz den bereits bekannten Schäden, die zur radioaktiven Verseuchung des Wassers von großen Teilen Norddeutschlands führen können, einfach weiterlaufen. So viel zum Schutz natürlicher Lebensgrundlagen.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p><span>Soweit zur Rede. Entschuldigt den zeitweiligen Sarkasmus, aber anders ist dieses Geschwafel auf Dauer nicht zu ertragen. Zwischendurch will man sich einfach nur die Haare raufen und laut schreien, wie man so penetrant das Eine sagen und dann das Andere tun kann. Viele Teile der Rede sind durchaus begrüßenswert, viele Forderungen, die ich unterstützen würde. Die zitierten Abschnitte sind allerdings ein solcher Ballast, dass es die gesamte Rede um viele Etagen nach unten zieht.</span></p>
<p><span>Ich denke, Merkels Intentionen und Pläne sowie ihr Verständnis von Frieden und Freiheit sind mit dieser Rede sehr gut herausgekommen. Für die klaren Worte muss man fast schon dankbar sein &#8211; sonst hebt sie sich ja eher dadurch hervor, dass sie mit viel Sprechblasen nichts aussagt.<br />
</span></p>
<p><span>Zum Schluss noch eine irre Begebenheit, die ich selbst erst gar nicht glauben konnte. Seht euch mal die <a href="http://www.bundeskanzlerin.de/Content/DE/Artikel/2009/10/Bilder/2009-11-03-eine-seltene-ehre,layoutVariant=Poster.html">zwei goldenen Säulen</a> zu Merkels Seiten an. Wer es nicht erkannt hat: Das ist <em>das</em> Symbol des Faschismus. Falls ihr es nicht glaubt, seht euch <a href="http://www.freedomisforeverybody.org/images/130105fasces3.jpg">diese Briefmarke</a> an. Mir fielen fast die Augen aus dem Kopf. Nach einer kurzen Recherche habe ich allerdings festgestellt, dass es in einigen Städten und Ländern als Symbol der Staatsgewalt hergenommen wird, so wie es ursprünglich im Alten Rom auch war. Trotzdem in meinen Augen ein sehr fragwürdiges Symbol, das ich sicher nicht im Bundestag sehen wollen würde.<br />
</span></p>
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		<title>Der Staatsterror der NATO</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 16:06:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FB</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Da der Artikel enorm lang ist, als Einleitung ein Inhaltsverzeichnis:</p>

Gründungsgeschichte
Interventionsarmee und amerikanische Marionette
Gladio und Stay-Behind
Kurze Geschichte des nato-amerikanischen Staatsterrors
Fazit und Ausblick

Gründungsgeschichte
<p>Die NATO (North Atlantic Treaty Organization) wurde 1949 gegründet. Von Anfang an dabei waren die USA, Kanada, Frankreich, Italien, Portugal, Großbritannien, Norwegen, Island, die Benelux-Länder und Dänemark. 1952 trat die Türkei bei, die eine direkte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da der Artikel enorm lang ist, als Einleitung ein Inhaltsverzeichnis:</p>
<ul>
<li>Gründungsgeschichte</li>
<li>Interventionsarmee und amerikanische Marionette</li>
<li>Gladio und Stay-Behind</li>
<li>Kurze Geschichte des nato-amerikanischen Staatsterrors</li>
<li>Fazit und Ausblick<span id="more-126"></span></li>
</ul>
<h3>Gründungsgeschichte</h3>
<p>Die NATO (North Atlantic Treaty Organization) wurde 1949 gegründet. Von Anfang an dabei waren die USA, Kanada, Frankreich, Italien, Portugal, Großbritannien, Norwegen, Island, die Benelux-Länder und Dänemark. 1952 trat die Türkei bei, die eine direkte Grenze mit der Sowjetunion teilte und kurz darauf zum Stützpunkt amerikanischer Atomraketen wurden. Eine Reaktion darauf war die Stationierung sowjetischer Raketen auf Kuba nach der dortigen Revolution 1959, was schließlich zur Kuba-Krise führte (und diese wiederum zum beidseitigen Raketen-Abzug).</p>
<p>Anfang Mai 1955 wurde die Bundeswehr gegründet, am 9. Mai folgte dann der damals sehr umstrittene NATO-Beitritt. &#8220;Nie wieder Krieg&#8221; hieß die Devise. Heute wissen wir, dass &#8220;nie&#8221; sehr relativ ist. Nur wenige Tage nach Deutschlands Beitritt gründeten die Sowjetstaaten als Protest den Warschauer Pakt. Damit war der Beginn des Kalten Kriegs offiziell besiegelt, nun standen sich zwei mächtige Bündnisse gegenüber. Nicht nur in der Kuba-Krise war die ständige Bedrohung fast in einen Vernichtungskrieg gemündet, auch später, v.a. in der <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29076/1.html">RYAN-Krise</a> 1983, stand es Spitz auf Knopf.</p>
<p>1982 trat dann Spanien bei, nachdem die Diktatur unter Franco geendet hatte. Und im Rahmen der Deutschen Einheit 1990 schließlich die ehemalige DDR. Aus historischer Sicht ein irrer Akt, da die DDR ja vorher ein zentrales Land des Warschauer Paktes war. Russland gab sich damals damit zufrieden, Gorbatschow verlangte aber das Versprechen, dass sich die NATO nicht nach Osten erweitert. Dieses Versprechen wurde gegeben, aber schon 1999 gebrochen, als Polen, Ungarn und Tschechien dem Bündnis beitraten. Ein diplomatischer Schlag ins Gesicht und ein eklatanter Affront gegen die Sicherheitsinteressen Russlands, das in der Folge unter Putin eine machtpolitisch stärkere Linie fuhr. 2004 kam es nochmals zu 7 Beitritten aus dem ehemaligen Sowjet-Gebiet, nämlich das Baltikum, Bulgarien, Rumänien, Kroatien und die Slowakei. Damit dehnte sich die NATO endgültig bis an die russische Grenze aus. Das russische Misstrauen kann also nicht verwundern. Beitrittsbemühungen der Ukraine und Georgiens werden vom Westen unterstützt &#8211; ein weiteres Ärgernis für Russland.</p>
<h3>Interventionsarmee und amerikanische Marionette</h3>
<p>Heute umfasst die NATO insgesamt 28 Staaten und ist an mehreren Kriegen und Besatzungen beteiligt. Das als Verteidigungsbündnis gegründete (bzw. verkaufte) Konstrukt hat seinen einstigen Zweck längst hinter sich gelassen. Deutlich wurde dies beim ersten exterritorialen Einsatz der NATO im Kosovo 1999. Der Krieg war nicht vom UNO-Sicherheitsrat abgesegnet und deswegen ohne Zweifel ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg. Damit einher ging massive Propaganda gegen Serbien, die auch vor dreisten Lügen nicht zurückschreckte. Der Einsatz wurde als &#8220;humanitäre Intervention&#8221; und Hilfe für die unterdrückten Albaner verkauft. Als Anlass nahm man ein <a href="http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/NATO-Krieg/racak2.html">dubioses &#8220;Massaker&#8221; (Racak)</a> mit etwa 30 Toten, die die NATO als albanische Zivilisten identifizierte (was so <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,112775,00.html">nicht stimmte</a>). Nachforschungen ergaben allerdings, dass es sich wohl um radikale albanische UCK-Kämpfer handelte. Hierzu vielleicht andermal mehr.</p>
<p>Der Bündnisfall, der innerhalb eines Tages nach dem 11. September ausgerufen wurde, besage, dass mit dem Angriff auf die USA alle NATO-Mitgliedsländer auch angegriffen wären und damit das Bündnis zur Verteidigung aktiv werde. Dass innerhalb von 24 Stunden (!) schon von einem Angriff aus Afghanistan via Bin Ladens Teppichmesser-Armada ausgegangen wurde &#8211; nein, dass dies sogar die zentrale Begründung war &#8211; zeigt, dass es sich hier nicht um eine sinnvolle Aufklärung handelte, sondern um eine gelinde gesagt anrüchrige Aktion. Es wurde erst gar nicht versucht, die Schuld festzustellen. Als die Taliban-Regierung von den USA forderte, sie möge Beweise für die Täterschaft Bin Ladens erbringen, um einem Auslieferungsantrag nachzukommen, konnten die Amerikaner nichts vorlegen. Schon am 7. Oktober 2001 wurde dann Afghanistan angegriffen. Auch dazu ein andermal mehr.</p>
<p>Oft wird die NATO als Verteidigungsbündnis gleichberechtigter Partner beschrieben. Wenn man sie genauer betrachtet, könnte die Beschreibung nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Zwar ist der öffentlichkeitswirksame NATO-Generalsekretär immer ein Europäer, meist aus einem kleinen Land (Holland, Dänemark, &#8230;), die wahre Macht liegt allerdings nicht in seinen Händen. Er nimmt nur Repräsentanzfunktionen wahr. Die militärische Befehlsgewalt liegt beim SACEUR, dem Supreme Allied Commander in Europe. Derzeit füllt der US-General Stavridis dieses Amt aus, der sich vorher als Befehlshaber von SOUTHCOM (US-Truppen in Mittel- und Südamerika) als vehementer Befürworter der Folter in Guantanamo hervortat. Gleichzeitig ist Stavridis nun Befehlshaber von EUCOM, sprich der in Europa stationierten amerikanischen Truppen und vertritt somit die militärischen (politischen) Interessen der USA in Europa. Sein Vorgänger von 2003 bis 2006, James Jones, war im Afghanistankrieg und der Installation des Marionettenregimes von &#8220;Präsident&#8221; (eher <a href="http://balkanblog.org/2009/10/28/die-familie-karsai-als-motor-fur-den-drogen-schmuggel-und-als-cia-agent/">Drogenbaron</a>) Karzai führend beteiligt. Heute ist er Nationaler Sicherheitsberater der &#8220;friedliebenden&#8221; Regierung Obama. Allein an der Hierarchie und den Personen wird deutlich, dass die USA in der NATO nur ein Instrument ihrer Geostrategie sehen.</p>
<h3>Gladio und Stay-Behind</h3>
<p>Als der Warschauer Pakt 1990 seinem Ende entgegenging, raffte sich der damalige italienische Präsident Andreotti auf und gestand, dass die NATO jahrzehntelang Geheimarmeen in Europa unterhielt. Diese Armeen wären im Falle einer sowjetischen Invasion aktiv geworden und hätten dann den Widerstand gegen die Besatzung organisiert. Die Existenz dieser Geheimarmeen war so gut vertuscht worden, dass viele westlichen Regierungsmitglieder davon keine Kenntnis hatten, sondern nur die obersten militärischen Führer der NATO samt einem kleinen Organisationsstab.</p>
<p>Allerdings gab es in den westlichen Demokratien starke sozialdemokratische Bewegungen und eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Kommunisten, gerade in Italien. Falls ihnen ein Umsturz und eine folgende Annäherung an Russland gelänge, könnte ein Domino-Effekt einsetzen, der die NATO bedrohen könnte. Es galt also diese Strömungen zu bekämpfen. Das legt den Verdacht nahe, dass diese Stay-Behind-Armeen zur Bekämpfung des Kommunismus im Westen aktiv waren. In welcher Form, wird noch ausführlicher beschrieben werden.</p>
<p>Nach Andreottis Bekenntnis schlug die Sache hohe Wellen. Der ehemalige italienische Geheimdienstchef, der wegen unaufgeklärter Terroranschläge im Gefängnis saß (auch dazu später mehr), erregte sich sehr und sagte, es wäre unfassbar, dass nun Andreotti damit rausrücke, wo er doch wegen seiner Verschwiegenheit in diesem Punkt ins Gefängnis gegangen sei. Hier deutet sich schon eine Terroraktivität der Stay-Behind-Strukturen an. Die NATO reagierte umgehend, indem sie die Existenz von Gladio leugnete. Am Tag darauf erklärte ein NATO-Sprecher, das am vorherigen Tag getroffene Statement sei falsch, weitere Auskunft werde es aber aus Gründen der militärischen Sicherheit nicht geben. Frankreich leugnete bis 24. Oktober 1990 die Existenz von Gladio in ihrem Staatsgebiet, bis Andreotti an diesem Tag belegte, dass der franz. Präsident Mitterand an einem Treffen des damit befassten Geheim-Komitees beteiligt war. Die EU verurteilte in offenen Worten die Einflussnahme der NATO auf europäische Staaten mit diesen Geheimarmeen und insinuierte, dass dieses Gladio-Netzwerk auch an Terroranschlägen beteiligt war, von denen einige anderen radikalen Gruppen in die Schuhe geschoben wurden. Im folgenden wurde massiv &#8211; und mit beträchtlichem Erfolg &#8211; versucht, die Sache unter den Teppich zu kehren.</p>
<p>Auch in den neutralen Ländern (Schweiz, Österreich, Schweden, Finnland..) fand man Geheimarmeen, die jedoch alle eine Verbindung zur NATO leugneten. Bei der Schweizer &#8220;P26&#8243; ist dieses Dementi allerdings nicht sonderlich ernst zu nehmen, da sie vom MI6 trainiert wurde (CIA und MI6 trainierten auch die anderen Stay-Behind-Kommandos). Für die anderen Geheimarmeen in neutralen Ländern darf man wahrscheinlich ähnliche Verstrickungen erwarten.</p>
<p>Aus juristischer Sicht ist eine solche Geheimarmee natürlich eine staatsrechtliche Katastrophe. Es kann nicht sein, dass eine Regierung und ein Parlament nicht über bewaffnete Truppen in ihrem Land Bescheid wissen. Die Staatsgewalt muss verfasst sein. Außerdem geht die Staatsgewalt vom Volke aus, ergo muss eine Armee immer vom Parlament legitimiert sein. Eine Geheimarmee widerspricht jedem demokratischen und rechtsstaatlichen Standard. Wenn in Europa tatsächlich Demokratie herrschen würde, wären die Stay-Behind-Armeen längst Anlass für Rücktritte, Gerichtsprozesse und Urteile geworden. Doch nichts dergleichen geschieht.</p>
<p>Im Jahr 2000 stellte die ermittelnde Untersuchungskommission in Italien fest, dass das Gladio-Netzwerk in Italien an einigen Terroranschlägen beteiligt war. Die Anschläge wurden dann den Roten Brigaden, einer linksextremen Terrorgruppe, in die Schuhe geschoben. Der Neofaschist Vinciguerra (passender Name^^) sagte nach dem Ende des Kalten Kriegs schließlich aus, er wäre in diesem Netzwerk aktiv gewesen und hätte Anschläge verübt. Er erklärte dies mit folgenden Worten:</p>
<blockquote><p>Man musste Zivilisten angreifen, die Menschen, Frauen, Kinder, unschuldige Menschen, unbekannte Menschen, die weit von jeglichem politischen Spiel entfernt waren. Der Grund war ganz einfach. Sie beabsichtigten, diese Menschen, die italinische Öffentlichkeit dazu zu bringen, sich an den Staat zu wenden, um höhere Sicherheit zu fordern. Dies ist die politische Logik, die hinter all diesen Massakern und Bombenattentaten steht, die ungesühnt bleiben, weil der Staat sich nicht selbst schuldig sprechen kann oder sich selbst für das, was geschehen ist, verantwortlich machen kann. (Quelle: Ganser &#8211; NATO-Geheimarmeen, S. 28)</p></blockquote>
<p>Der Zweck der Stay-Behind-Kommandos und ihrer Terrorakte bestand also darin, die Bürger zur Unterstützung eines Sicherheitsstaates zu treiben und ihre Angst vor den Kommunisten zu vergrößern, um sie auf diese Weise von sozialistischem Gedankengut fernzuhalten. Ein unfassbares Geständnis. Hier wurden also Neofaschisten mit Steuergeldern via NATO und Geheimdiensten unterstützt, um gegen die eigene Bevölkerung Terroranschläge zu verüben, und die Regierung hatte in den meisten Fällen keine Kenntnis davon. Die aktive Mithilfe der NATO-führenden USA fand über den CIA statt:</p>
<blockquote><p>Die CIA wollte entsprechend der Anweisungen ihrer Regierung einen italienischen Nationalismus aufbauen, der in der Lage war, alles aufzuhalten, was seiner Meinung nach zur Linken neigte, und zu diesem Zweck habe man möglicherweise den Rechtsterrorismus benutzt. (Giandelio Maletti, ehemaliger Chef der Gefahrenabwehr im italienischen Geheimdienst, im &#8220;Piazza Fontanta&#8221;-Prozess)</p></blockquote>
<p>Auf dem Piazza-Fontana fand 1969 ein verheerender Terroranschlag statt. Wie oben schon angeführt half die CIA tatkräftig beim Aufbau der Stay-Behind-Strukturen mit. Im Sinne der von Vinciguerra erklärten Strategie wurden dabei anscheinend Terroristen bei Anschlägen im eigenen Land unterstützt. Im Klartext heißt das, dass die Amerikaner mittels der CIA und den NATO-Strukturen Terrorismus in Europa beförderten und durch diese menschenverachtende Hinterlist versuchten, auf die politische Landschaft ihrer Verbündeten Einfluss zu nehmen.</p>
<p>In Frankreich wurde ruchbar, dass Stay-Behind-Netzwerke hinter den Attentatsversuchen auf Präsident de Gaulle steckten, der seinerzeit einen Friedensplan für Algerien erarbeitete. Dies erklärte Admiral Pierre Lacoste 1990. Lacoste war im übrigen 1985 in den Terroranschlag auf das Greenpeace-Schiff &#8220;Rainbow Warrior&#8221; verwickelt (es wurde gesprengt), das gegen die Atombombentests Frankreichs im Pazifik protestierte. Er musste später deswegen zurücktreten.</p>
<h3>Geschichte des nato-amerikanischen Staatsterrors</h3>
<p>In mittlerweile veröffentlichten Geheimdokumenten der US-Regierung finden sich Informationen, die auf Terroranschläge gegen Kuba verweisen. Nachdem 1959 Kuba durch die von Castro geführte Revolution unabhängig wurde, drehte die Regierung Kennedy am Rad, denn Kuba war seit der Eroberung 1898 eine ertragreiche amerikanische Kolonie gewesen. Die Pläne zur Rückeroberung, getauft &#8220;Operation Northwoods&#8221;, sahen u.a. folgende Möglichkeiten vor:</p>
<ul>
<li>Entwicklung einer &#8220;kommunistischen Terrorkampagne&#8221; in der Gegend von Miami, Florida oder sogar Washington.</li>
<li>Bombenanschläge, die eine Spur nach Kuba legen.</li>
</ul>
<p>In beiden Fällen hätte die Regierung die eigene Bevölkerung getötet, um ihre politische Agenda voranzutreiben. Doch Kennedy stoppte schließlich die schon ausgearbeitete Operation vor ihrer Durchführung. Er versetzte außerdem den dafür zuständigen Vorsitzenden der Joint Chief of Staff (oberstes Gremium des amerikanischen Heeres) nach Europa und ernannte ihn zum SACEUR. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.</p>
<p>Andere Beispiele für NATO-unterstützten (oder zumindest tolerierten) Terror sind der Anfang des Vietnamkriegs, der Anschlag gegen die USS Liberty, der Abschuss der iranischen Passagiermaschine durch die USS Vincennes, die Lieferung von biologischen und chemischen Kampfstoffen an Saddam Hussein, der damit gegen die Kurden und Iraner vorging, die Unterstützung der UCK und die Bombardierung von zivilen Zielen im Jugoslawienkrieg, die Lieferung von Waffen an Israel, die damit zuerst Palästinenser exekutierten und dann in den 80ern den Libanon bombardierten, vor einiger Zeit wieder mal und nun vor kurzem den Gaza-Streifen. Vor dem Georgienkrieg im letzten Jahr halfen NATO-Staaten bei der Ausbildung und Ausrüstung des Militärs. Das nur als ganz grober Überblick, den ich zu gegebener Zeit vertiefen werde.</p>
<p>Es gibt Beispiele in Hülle und Fülle außerhalb der geographischen Grenzen der NATO. Innerhalb der Grenzen Terror zu inszenieren ist aber eine neue Qualität. Die Menschenrechte und Humanität waren seit jeher eine willkommene Entschuldigung und Ausrede des Westens, um Krieg und Gewalt gegen missliebige Völker einzusetzen. Dass nun aber im Namen der inneren Sicherheit genau diese innere Sicherheit durch Bombenanschläge verletzt wurde, ist an Paradoxie nicht zu überbieten (und passt in diesem Sinne gut zum amerikanischen Selbstverständnis und dem Neoliberalismus).</p>
<h3>Fazit und Ausblick</h3>
<p>Heute hören wir in allen Fernsehkanälen und Zeitungen, die NATO hätte sich nun der Terrorismusbekämpfung gewidmet. Mit dem dargelegten Hintergrundwissen kann man über diese Behauptung nur müde lächeln und muss sich angesichts der Vergangenheit der NATO die Haare raufen. Früher waren von der NATO unterhaltene und geförderte Strukturen für Terror in Europa zuständig, sehr wahrscheinlich für den <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/402451/">Bombenanschlag von Bologna</a> und Piazza Fontana, möglicherweise auch für Anschläge in Frankreich und den Oktoberfestanschlag und einige kleinere Anschläge. Prozesse, Ermittlungsanträge, Strafanzeigen und Parlamentsanfragen werden zwar weiterhin torpediert, doch nach und nach sickern Details durch. Daniele Ganser hat hier einen bedeutenden Beitrag zur Aufklärung geliefert. Die von ihm losgetretene Recherche wird sicher in den nächsten Jahren noch weitere brisante Fakten hervorbringen.</p>
<p>Wie geht es weiter mit der NATO? Jaap de Hoop-Scheffer sagte vor kurzem, &#8220;die NATO muss sich den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen, Energiesicherheit etwa&#8221;. Hier spricht er einen zentralen Punkt des Selbstverständnisses an. Es wird nicht mehr der wohlmeinende Vorhang eines Verteidigungsbündnisses zur Verschleierung verwendet. An seine Stelle treten nun Andeutungen, die eine verheerende Zukunft fürchten lassen, in der die NATO sich in Verteilungskämpfe um Rohstoffe und Ressourcen stürzt. Dabei ist die Hegemonie der USA zu bedenken, die die NATO dabei als Instrument ihrer Interessenspolitik missbrauchen könnte (und wohl auch wird). Einen Vorgeschmack darauf haben wir im Irak und in Afghanistan erlebt.</p>
<p>Meines Erachtens ist es grade für Deutschland, das sich nach dem 2. Weltkrieg zurecht dem Frieden verschrieben hat, höchste Zeit sich aus der aggressiven Speerspitze der NATO zurückzuziehen. Ein Anlass dafür wären genauere Nachforschungen zu den terroristischen Stay-Behind-Armeen, die mit Sicherheit auch in Deutschland zu spektakulären Ergebnissen führen würden. Ein Rückzug auf bewaffnete Neutralität, wie dies Österreich, Schweiz oder Schweden tun, wäre in meinen Augen mehr als angebracht. Seit 10 Jahren befleckt sich Deutschland mit dem Blut fremder Völker, die weder uns noch unsere Verbündeten angegriffen haben. Die Intervention aus Humanität befördert nur Korruption, Hass und Leid, wie aus zahllosen solcher Fälle bekannt ist.</p>
<p>Das passendste Zitat zum Thema, mit dem ich auch schließen möchte, ist wohl dieses:</p>
<blockquote><p>Bombing for peace is like fucking for virginity.</p></blockquote>
<p>Quellen:</p>
<ul>
<li>Diverse Beiträge von Alles Schall und Rauch, Radio Utopie und Telepolis</li>
<li>Daniele Ganser &#8211; NATO Geheimarmeen in Europa</li>
<li>Daniele Ganser &#8211; <a href="http://edvan.fadeout.ch/ref/?customerId=30&amp;channelId=43&amp;broadcastId=252&amp;wide=">Vortrag an der Universität Basel</a></li>
<li>Noam Chomsky &#8211; Profit Over People / War Against People</li>
</ul>
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		<title>Fundstücke</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 23:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FB</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Die Anzahl der Telefonüberwachungen steigt weiter. Allein in Bayern waren es letztes Jahr über 1000. In ganz Deutschland wurden 16 463 Überwachungsmaßnahmen angeordnet. Wohlgemerkt: Das ist nur die Spitze des Eisbergs &#8211; geheimdienstliche Maßnahmen und präventive Abhöraktionen und Lauschangriffe sind nicht in der Statistik enthalten!</p>
<p>Während die Bürger ausspioniert werden, versucht die Regierung alles, um die Empfänger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/707381">Die Anzahl der Telefonüberwachungen steigt weiter</a>. Allein in Bayern waren es letztes Jahr über 1000. In ganz Deutschland wurden 16 463 Überwachungsmaßnahmen angeordnet. Wohlgemerkt: Das ist nur die Spitze des Eisbergs &#8211; geheimdienstliche Maßnahmen und präventive Abhöraktionen und Lauschangriffe sind nicht in der Statistik enthalten!</p>
<p>Während die Bürger ausspioniert werden, versucht die Regierung alles, um die Empfänger von Subventionen geheimzuhalten. Welche Banken von der Rettung der HRE profitieren, sollte geheim bleiben, aber <a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Finanzen-Hypo-Real-Estate-Finanzkrise-Bankenkrise%3Bart130,2898376">dank dem Tagesspiegel wissen wir jetzt mehr</a>.</p>
<p>Verfassungsvernichter <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundestag-bald-ohne-geheimdienst-kontrolle;2457684">Schäuble, das Sturmgeschütz des Polizeistaats, will die Kontrolle der Geheimdienste abschaffen</a> und das Parlamentarische Kontrollgremium durch einen Experten ersetzen. Abgesehen vom Gehalt des Vorschlags, der schäuble-typisch über Dünnpfiff nicht hinausreicht, haben die vergangenen Jahre die Segnungen von sogenannten &#8220;Experten&#8221; hinreichend bewiesen.</p>
<p>Aufgrund solchen Regierungsversagens (und nicht nur deswegen) ist es kein Wunder, dass die Piratenpartei so einen Zulauf hat. <a href="http://www.welt.de/politik/bundestagswahl/article4584404/Wie-die-Piraten-die-Republik-veraendern-wollen.html">Mittlerweile berichtet sogar die WELT</a> in einem recht ausgewogenen Artikel über die Piraten. Ich rätsle noch, wie das bei Springer passieren konnte =)</p>
<p><a href="http://www.focus.de/politik/ausland/un-generaldebatte-obama-gibt-fuehrungsanspruch-der-usa-auf_aid_438449.html">Messias Obama predigt vor dem UN-Plenum</a>:</p>
<blockquote><p>„Diejenigen, die früher Amerika für Alleingänge gerügt haben, können nun nicht einfach nur herumstehen und darauf warten, dass Amerika die Probleme der Welt alleine löst“</p></blockquote>
<p>Da irrt sich der Herr gewaltig, denn genau das können die Kritiker tun. Wenn Amerika im Alleingang wie die Axt im Walde wütet, wieso sollten dann die anderen auf einmal helfen müssen? Noch dazu löst Amerika die Probleme der Welt nicht (weder alleine noch mit irgendwem sonst), sondern ist selbst Teil des Problems, solange Korporatismus und Interventionismus die Politik der USA diktieren. Der Artikel behauptet ja, Amerika würde seinen Führungsanspruch aufgeben, aber da schneiden sich die Autoren gewaltig. Es wäre jedenfalls klug, wenn die anderen Nationen nicht nur &#8220;herumstehen&#8221;, sondern selbstbestimmt und in gegenseitiger Achtung die Sache in die Hand nehmen.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2007/01/Argument">Ein</a> <a href="http://www.zeit.de/2004/52/ALG_II">paar</a> <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31162/1.html">Artikel</a> zu den <a href="http://www.bpb.de/veranstaltungen/VVTUUC,0,0,FloridaRolf_und_Bohlens_Lebensbeichte:_zum_AgendaSetting_der_Bild.html">Manipulationen</a> und Zumutungen der Hartz-Reformen und dem <a href="http://publik.verdi.de/++skin++print/2009/ausgabe_08_09/gesellschaft/report/seite-12/A0">Missbrauch der Leiharbeit</a>. Kommt sicher noch einiges mehr und auch dickeres in der Richtung. Nur schon mal zur Quellensicherung.</p>
<p>Ganz lustiger <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/30837">Artikel bei der SZ</a> über einen &#8220;Schnösel&#8221; aus gutbürgerlichem Hause in der Linkspartei im Rahmen eines journalistischen Selbstversuchs. Andere wie <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31178/1.html">TP</a> kritisieren die fehlende Substanz vehement, ich hingegen finde trotz (oder wegen?) meiner Sympathien die leichte Selbstironie und die Spitzen gegen Parteipolitik eigentlich ganz interessant und treffend. Da der Autor mit den Zielen und Inhalten der Linkspartei wenig gemein hat und auch keine Anstalten macht sich damit näher auseinanderzusetzen, ist argumentativ kein großer Wurf zu erwarten. Beispiel:</p>
<blockquote><p><span>&#8220;Der Gedanke, dass ein Staat für mich sorgen muss, ist mir fremd. Das liegt auch daran, dass noch nie einer für mich sorgen musste.&#8221;</span></p>
<p><span>&#8220;Ich weiß noch, wie ich erschrocken bin, als ich zum ersten Mal einen Schulfreund besuchte, der mit seinen Eltern in einer 75-Quadratmeter-Mietwohnung lebte.&#8221;</span></p></blockquote>
<p><span>Trotzdem fand ich die Lektüre kurzweilig, weil sie den unbedarften Einblick eines &#8220;Spießers&#8221; in eine Partei amüsant skizziert.</span></p>
<p><span>Eine <a href="http://www.blaetter.de/artikel.php?pr=3153">vernichtende Kritik der Sozialpolitik</a> in der Großen Koalition. Der Artikel zählt minutiös und sachlich die Versäumnisse und Verfehlungen der vergangenen vier Jahre auf. Respekt an Butterwegge für den guten Artikel.</span></p>
<p><span>Die Junge Welt berichtet über den &#8220;Vater des Wirtschaftswunders&#8221; <a href="http://www.jungewelt.de/2009/09-19/023.php">Ludwig Erhardt</a>. Da kommen ein paar interessante Details zutage, zum einen seine Mitwirkung und Verflechtung im NS-Staat und seine nicht annähernd sozialen Vorstellungen. Ein Glück, dass noch andere am geistigen und gesetzlichen Fundament unserer Wirtschaft mitwirkten.</span></p>
<p><span>Die ZEIT geriert sich mal wieder als Hofpostille der Regierung und versucht sich an einer <a href="http://www.zeit.de/2009/39/Rueckblick">Reinwaschung der Großen Koalition</a>. Der Artikel ist so dermaßen schlecht und propagandistisch, dass man nur noch lachen kann. Die Zeitung hat ein echtes Qualitätsproblem. Obwohl der Artikel mit seinen schlechten Lügen, Manipulationen und Verdrehungen für sich selbst spricht, wäre es mir eine Freude, ihn Stück für Stück auseinanderzunehmen. Mal sehen, ob ich in den nächsten Tagen noch dazu komme.<br />
</span></p>
<p><span><a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1115240.html">Israel wird wohl von der UN vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag verklagt</a> werden. Die Verbrechen im Gaza-Krieg (Weißer Phosphor, Flechettes, menschliche Schutzschilde, Bombardements von Krankenhäusern und Zivilisten, Erschießung von Flüchtlingen, &#8230;) könnten so endlich mal in den medialen Fokus rücken und mit ihnen auch das Schicksal der Palästinenser insgesamt. Israel muss gestoppt werden und eine sanktionsfreie Zweistaatenlösung muss endlich her, und zwar schnell. Mit den Faschisten an der Regierung wird das aber auf absehbare Zeit unmöglich.</span></p>
<p><span>Und zu guter letzt noch ein länglicher <a href="http://sklaven-ohne-ketten.blogspot.com/2009/03/1-5-staatsdiener-und-terrorismus-den.html">Artikel</a> über einige Verschwörungstheorien zu False-Flag-Attentaten und fingierten Selbstmorden. Recht interessant so als Überblick und glücklicherweise mit Quellen unterfüttert.<br />
</span></p>
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		<title>Fundstücke</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 20:25:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Da ich nochmal einen kleinen Urlaub eingelegt habe, bin ich nicht viel zum Schreiben gekommen. Deswegen mal wieder ein Rundumschlag über lesenswerte Artikel der letzten Tage.</p>
<p>Die Lehman-Pleite jährte sich zum ersten Mal und wie erwartet griffen viele wieder zur Lüge, dadurch wäre die Finanzkrise erst ins Rollen gekommen. Die Pleite der IKB 2007 und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich nochmal einen kleinen Urlaub eingelegt habe, bin ich nicht viel zum Schreiben gekommen. Deswegen mal wieder ein Rundumschlag über lesenswerte Artikel der letzten Tage.</p>
<p>Die Lehman-Pleite jährte sich zum ersten Mal und wie erwartet griffen viele wieder zur Lüge, dadurch wäre die Finanzkrise erst ins Rollen gekommen. Die Pleite der IKB 2007 und die erkennbare Schieflage der HRE wurden genauso außer Acht gelassen wie die Turbulenzen auf dem Interbankenmarkt und der Zusammenbruch von Fannie und Freddy und nicht zuletzt die obskuren Finanzpraktiken der vergangenen Jahrzehnte. Schön auf den Punkt bringt das <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1947119_Leitartikel-zur-Finanzkrise-Die-Lehman-Luegen.html">Robert von Heusinger</a>. Er vergisst nur, dass amerikanische Immobilien nicht notwendigerweise mit dem Niedergang deutscher Banken verbunden sind &#8211; mit osteuropäischen Immobilien wurde auch viel Schindluder getrieben.</p>
<p>Die komplette Fraktion der Linkspartei und einzelne regionale Größen werden <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/293/487696/text/">vom Verfassungsschutz beobachtet</a>. Einerseits überrascht mich diese Überwachung kein Stück, andererseits könnte der Verfassungsschutz dann doch irgendwann mal in &#8220;Regierungsschutz&#8221; umbenannt werden. Denn die Verfassung wird mit rapide steigender Häufigkeit von Union und SPD gebrochen und abgeschafft und nicht von den Linken. Ein Verfassungsschutz, der beim Schutz der Verfassung versagt, hat den Namen nicht verdient. Hauptgrund der Beobachtung soll die Kommunistische Plattform sein, die die Überwindung des Kapitalismus fordert. Der ist aber zum Glück in der Verfassung nicht festgeschrieben (eher im Gegenteil)&#8230;</p>
<p><a href="http://www.presseportal.de/pm/51149/422594/empolis_gmbh_und_arvato_ag">Bertelsmanns Tochterunternehmen arvato verdient an Verträgen zur Riester-Rente</a>. Da braucht sich keiner mehr wundern, warum die untergebenen Medien (u.a. RTL, Brigitte, Financial Times Deutschland) so positiv über diese Rente berichten. Perfekter Lobbyismus, das muss man Bertelsmann lassen. Zuerst wird über die Bertelsmann Stiftung Einfluss auf politische Entscheidungen genommen, wie in diesem Fall die staatlich subventionierte Rentenprivatisierung. Sobald das asoziale Gesetz durch ist, bringt man den eigenen Dienstleister arvato ins Spiel und stellt dessen Kapazitäten den überforderten Versicherungsunternehmen zur Verfügung. Zusätzlicher Horror: Arvato hat damit Zugriff auf Kontoauszüge und persönliche Daten von Millionen Bundesbürgern.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,649191,00.html">Elite zweifelt am Wirtschaftswissen der Deutschen</a>. Da kann man nur noch wiehernd lachen. Es wird eher mal Zeit für &#8220;Deutsche zweifeln am Wirtschaftswissen ihrer selbsternannten Elite&#8221;, denn die hat es in den letzten Jahren schmerzlich daran vermissen lassen. Andererseits, wenn man sieht, wieviele Menschen die Versager von CDU/CSU, SPD und FDP wählen (wollen), dann trifft die Umfrage vielleicht doch zu.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=KMyI-QTD3_4">Ein Zusammenschnitt von Volker Pispers</a>. Genial, der Mann.</p>
<p><a href="http://www.radio-utopie.de/2009/09/19/das-el-kaida-video-dokumentation-einer-unfassbar-schlechten-schmierenkomodie/">Das erste &#8220;Terrorvideo&#8221;</a> von Bekkay Harrach, das den faden deutschen Wahlkampf  etwas aufpeppt. <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article4575329/Bekkay-Harrachs-Plaedoyer-fuer-den-Heiligen-Krieg.html">Ein zweites</a> soll es mittlerweile auch geben. Im Gegensatz zu Radio Utopie denke ich nicht, dass es ein Fake ist. Der Typ spricht ruhig und vermittelt eine stimmige Botschaft, die mehr an die Vernunft appelliert als Terrorangst schüren soll. Nervig ist allerdings die Länge, die aufgrund der Belehrungen über Demokratie und Parlamentarismus entsteht. Die Medien nahmen aber &#8211; wenig überraschend &#8211; nur die einzige Drohung im Video zur Kenntnis. Grob gekürzt sagt der Mann, dass Deutschland die Kriegstreiber in Parlament und Regierung abwählen soll. Falls wieder Kriegstreiber an die Macht kommen sollten, die Unschuldige in Afghanistan und anderswo bombardieren lassen, so nehme Al Qaida das als Bestätigung dafür, dass die Deutschen hinter diesem Terror stehen, was sie dann möglicherweise zu einem Terroranschlag in Deutschland verleite.</p>
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		<title>Bundeswehr lässt Zivilisten bombardieren &#8211; 60-90 Tote</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 15:40:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr hat heute ein neues trauriges Kapitel hinzubekommen. Ein für die NATO-Truppen gedachter Tanklastzug war von Aufständischen entführt worden. Aufklärungstrupps der Bundeswehr lokalisierten das Objekt und forderten NATO-Bomber an, um den Tanklastzug zu zerstören. Dadurch hätte eine mögliche Verwendung als Bombenmaterial verhindert werden sollen, behauptet das Militär. Die Wahrheit ist allerdings eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr hat heute ein neues trauriges Kapitel hinzubekommen. Ein für die NATO-Truppen gedachter Tanklastzug war von Aufständischen entführt worden. Aufklärungstrupps der Bundeswehr lokalisierten das Objekt und forderten NATO-Bomber an, um den Tanklastzug zu zerstören. Dadurch hätte eine mögliche Verwendung als Bombenmaterial verhindert werden sollen, behauptet das Militär. Die Wahrheit ist allerdings eine andere: Die Entführer verteilten das Benzin kostenlos an Einwohner eines Dorfes.</p>
<p>Die Bomber scherten sich darum nicht (wussten es wohl auch nicht) und warfen ihre tödliche Fracht ab. Mehrere Dutzend Menschen starben. Während die NATO insistiert, es wären weniger als 50 und allesamt Aufständische, geht der Gouverneur der Provinz Kundus von mindestens 90 Toten aus. Die Wahrheit wird wohl dazwischen liegen und wirft ein bezeichnendes Bild auf die Taktik der NATO. Statt klaren Entschuldigungen und einem geneigten Haupt streitet man lieber um Opferzahlen. Um Zivilisten kümmert man sich offensichtlich einen Scheißdreck.</p>
<p><span id="more-71"></span></p>
<p>Seit dem völkerrechtswidrigen Überfall im Jahr 2001 hat die NATO und mit ihr die Bundeswehr in Afghanistan nichts, aber auch gar nichts erreicht, was irgendwie positiv zu werten wäre. Von Frieden und Demokratie ist das Land Lichtjahre entfernt. Hilfsorganisationen beklagen die Anwesenheit des Militärs, da sie die Arbeit erschwert und die Organisationen selbst zum Ziel macht. Sie erscheinen den Aufständischen als Kollaborateure der Besatzer, da sie unter deren Schutz stehen. Die Wahl war massiv gefälscht und durch die Drohungen der Taliban angesichts der niedrigen Beteiligung in einigen Gebieten eine Farce. Präsident Karzai ist zwar seinen westlichen Haltern auch nicht mehr genehm, aber einen folgsameren scheint es dann auch nicht zu geben. Man kann auch davon ausgehen, dass seine amerikanischen Verbindungen ihn an der Macht halten. Er war zum Beispiel <a href="http://video.google.com/videoplay?docid=-3776750618788792499&amp;hl=en">Kollege von Dick Cheney bei UNOCAL</a> (Film ab 1:20h nur mit starkem Magen weiterschauen), der Ölfirma, die vor dem Einmarsch gerne eine Öl-Pipeline aus Zentralasien durch Afghanistan gebaut hätte. Da die Taliban aber die amerikanischen Konditionen nicht akzeptieren wollten, <a href="http://archive.democrats.com/view.cfm?id=5166">drohten die Amerikaner</a>:</p>
<blockquote><p><span style="font-family: verdana;">Either you accept our offer of a carpet of gold, or we bury you under a carpet of bombs.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: verdana;">Zufällig kam ja dann 9/11 und zufällig griffen die Amerikaner Afghanistan an, obwohl keiner der angeblichen Entführer aus dem Land kam und die Taliban für keinen Terroranschlag außerhalb Afghanistans verantwortlich waren. Dieser Krieg ist glasklar völkerrechtswidrig, hat absolut keine Grundlage und ist überdies sinnlos, denn nach 8 Jahren ist der Widerstand noch größer als je zuvor. Wen wundert es bei solchen Verbrechen. Der Mohnanbau blüht, die Opium-Ernten brechen jedes Jahr Rekordwerte und die Verluste der NATO mehren sich. Die Bevölkerung Afghanistans hat sowieso nichts außer Leid von der Besatzung. Immer mehr werden wie beschrieben die Hilfsorganisationen nun auch ins Fadenkreuz gelangen. Zusätzlich schürt die Besatzung den Islamismus und importiert damit den Terror auch nach Europa. </span></p>
<p><span style="font-family: verdana;">Es zeigt die tiefe Verkommenheit der politischen Kaste dieses Landes, dass wir uns seit 8 Jahren an diesem unbegründeten Desaster beteiligen. Wie der heutige Tag beweist, sind wir nicht mehr nur Mitwisser und Komplizen des amerikanischen Massenmords, sondern mittlerweile auch Täter. Welch Schande muss die Bundeswehr noch auf Deutschland laden, bis sie zurückgezogen wird? Wie lange wollen die Kriegsverbrecher an der Spitze dieses Staates noch Soldaten verheizen und ein fremdes Land besetzen? Am deutschen Wesen wird die Welt sicher nicht genesen, das dürfte nun auch dem letzten Afghanen klar geworden sein.</span></p>
<p><span style="font-family: verdana;">Es wäre wirklich an der Zeit, sich den (zugegeben unverzeihlichen) Fehler einzugestehen und den Rückzug anzutreten. Das Volk ist sowieso mehrheitlich dafür. Oh wäre es doch auch gleichzeitig so mutig, die Schreibtischtäter von CDU, CSU, SPD und Grünen für ihre Sturheit und Niederträchtigkeit abzustrafen&#8230;</span></p>
<p><span style="font-family: verdana;"><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: verdana;">Quelle u.a.: <a href="http://www.zeit.de/online/2009/37/afghanistan-angriff-nato">ZEIT</a></span></p>
<p><span style="font-family: verdana;">Update 19.00 Uhr: <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan1216.html">Inzwischen rudert die NATO zurück</a> und gesteht zivile Opfer ein. Sie bedauert den Zwischenfall, immerhin. Trotzdem ist das viel zu wenig. Das deutsche Verteidigungsministerium wagt es trotzdem noch sich zu entblöden und nimmt weiterhin das Wort &#8220;Krieg&#8221; für Afghanistan nicht in den Mund. Newspeak in Reinform. Wann verklagt endlich jemand diese Irren? Denn wenn dort kein Krieg ist, dann herrscht doch auch kein Verteidigungsfall, somit ist der Einsatz verfassungswidrig und die involvierten Soldaten per Gesetz auch Mörder.<br />
</span></p>
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