“Russischer Abwasch” wurde früher eine unkonventionelle Methode der Geschirr-Säuberung genannt: Teller an die Wand werfen, damit der Dreck abfällt bzw. der Teller sich von selbst erledigt. Eine ähnliche Methode strebt der Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow für die alljährlichen Schneemassen an, die die russische Hauptstadt jedes Jahr im Chaos versinken lassen. Er will die Schneewolken abschießen lassen, bevor sie die Stadt erreichen, und sie so schneefrei halten. Dadurch ließen sich beim Winterdienst 5 von 10 Millionen Euro einsparen. Eine ähnliche Methode verwendete China bei den olympischen Sommerspielen 2008, um Peking von der Wolkendecke zu befreien. Sie beschossen die Wolken mit Silberjodid-Raketen, die ein Abregnen bewirken.
Bisher handelte es sich bei derartiger Wettermanipulation nur um zeitlich begrenzte Maßnahmen, um für bestimmte Großereignisse wie Olympia oder Militärparaden einen blauen Himmel zu haben. Eine monatelange Anwendung wurde bisher nicht erprobt und könnte laut Umweltschützern eine verheerende Wirkung auf die Natur haben. Nicht nur, dass in einem bestimmten Bereich die Niederschlagsmenge drastisch reduziert wird – in den umliegenden Bereichen steigt sie natürlich proportional an. Die Vororte Moskaus fürchten sich bereits vor den Schneemassen, die sie aufgrund der Maßnahmen zu erwarten haben.
Luschkows Initiative hat bereits den Stadtrat passiert. Somit steht einer Umsetzung nichts mehr im Wege. Während die Sonne über Moskau scheinen wird, stehen den Vororten also dunkle Zeiten bevor. Frau Holle darf sich warm anziehen.
Quelle: Kronenzeitung

[...] Wettermanipulation – Peking versinkt im Schnee Nachdem ich letztens schon über Moskaus Bürgermeister und seine Pläne zur Wettermanipulation berichtet hatte, kommen heute die Neuigkeiten aus China, das ja schon bei [...]